Misslungener Auftakt

Aktie im Minus: Shein startet mit bitterem Verlust an der Börse

Veröffentlicht:

von Benedict Hottner

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Aktie im Minus: Shein enttäuscht bei Börsengang

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


Shein wollte mit seinem Börsengang in Hongkong ein neues Kapitel aufschlagen. Doch die Aktie startet deutlich unter dem Ausgabepreis. Für Kund:innen könnte die Zeit extrem günstiger China-Pakete zudem schwieriger werden.

Im Laufschritt hat Shein die Online-Modewelt verändert. Jetzt ist der chinesische Fast-Fashion-Anbieter in Hongkong an die Börse gegangen – und der Start fällt ernüchternd aus: Zum Handelsbeginn lag die Aktie zeitweise rund acht Prozent unter dem Ausgabepreis von 48,56 Hongkong-Dollar.

Dabei hatte Shein schon mehrere Anläufe für einen Börsengang unternommen. Pläne in London und New York scheiterten Berichten zufolge am Widerstand Pekings. Auch die Bewertung des Unternehmens ist inzwischen deutlich niedriger als noch vor einigen Jahren. Während Shein 2022 bei privaten Finanzierungsrunden noch mit fast 100 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, lag die Bewertung zum Börsenstart bei rund 23 Milliarden Euro.

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Billige Mode von Shein unter Druck

Auch das Geschäftsmodell von Shein steht vor Herausforderungen. Das Unternehmen lässt Kleidung überwiegend in China produzieren und verschickt sie direkt an Kund:innen weltweit. Steigende Transportkosten und neue Zollregelungen in den USA und Europa setzen das Modell unter Druck. E-Commerce-Experte Alexander Graf erwartet deshalb, dass die Preise für Verbraucher:innen steigen könnten. Die Ära der künstlich billigen China-Pakete gehe mit dem Ende der Zollfreigrenzen zu Ende, sagte er.

Gleichzeitig steht Shein wegen Umwelt- und Gesundheitsfragen in der Kritik. Die Deutsche Umwelthilfe fordert von der Politik strengere Regeln gegen Ultra-Fast-Fashion. Auch der Handelsverband Deutschland sieht beim Unternehmen Nachholbedarf bei der Einhaltung geltender Vorschriften. Trotz der Kritik gewinnen asiatische Plattformen weiter an Bedeutung: Temu, Shein und AliExpress kamen im zweiten Quartal zusammen auf einen Rekordanteil von 5,3 Prozent am deutschen Onlinehandel.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


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