Im ersten Halbjahr 2025
Zahl der Asylanträge in Deutschland sinkt deutlich
Veröffentlicht:
von Max StrumbergerMigranten gehen über das Gelände der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (ZABH) des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt.
Bild: Patrick Pleul/dpa
Unter der neuen Bundesregierung verzeichnet Deutschland bislang deutlich weniger Asylanträge. Im europäischen Ranking fällt die Bundesrepublik - zuletzt hierbei regelmäßig an der Spitze - auf den dritten Platz zurück.
Das Wichtigste in Kürze
Die Zahl der Asylanträge ist unter der neuen Bundesregierung deutlich zurückgegangen.
Insgesamt waren es im ersten Halbjahr 2025 65.495, wie die "Welt am Sonntag" berichtet.
Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich hinter Spanien (76.020) und Frankreich (75.428).
Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nahezu um die Hälfte zurückgegangen. Wie die "Welt am Sonntag" am Samstag unter Berufung auf bisher unveröffentlichte Zahlen der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA) vorab berichtete, wurden im ersten Halbjahr hierzulande insgesamt 65.495 Asylanträge gestellt – ein Rückgang um 43 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Die Zahlen werden in einem als "vertraulich" gekennzeichneten Bericht der EU-Kommission vom 3. Juli 2025 zur Lage der Migration in der EU und in Drittstaaten genannt, der dem Blatt vorliegt. Deutschland ist damit bei den Asylanträgen mit Blick auf die ersten sechs Monate eines Kalenderjahres erstmals seit Jahren nicht mehr Spitzenreiter in Europa: In Spanien beantragten 76.020 Personen Schutz, in Frankreich waren es 75.428.
Meiste Antragssteller kommen aus Afghanistan
Deutschland liegt an dritter Stelle, gefolgt von Italien (62.534), Griechenland (27.718) und Belgien (17.285). Die Schlusslichter sind Ungarn (47 Asylanträge), die Slowakei (84) und Litauen (152). Die meisten Asylantragsteller in Deutschland kamen aus Afghanistan (22 Prozent), Syrien (20 Prozent) und der Türkei (11 Prozent). 3,1 Prozent der Antragsteller, und damit die fünftgrößte Gruppe in Deutschland, waren Personen aus Russland.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
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