Gespräche geplant
Wende im Iran-Krieg? Wadephul spricht von "Zeichen der Hoffnung"
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von dpa:newstime
G7-Außenminister beraten über Iran-Krieg
Videoclip • 32 Sek • Ab 12
Kommt jetzt die Wende im Iran-Krieg? Außenminister Wadephul spricht von einem "Zeichen der Hoffnung" – aus einem Grund.
Das Wichtigste in Kürze
Nach Informationen von Außenminister Wadephul planen die USA und der Iran ein kurzfristiges Treffen in Pakistan.
Positionen seien bereits schriftlich über Dritte ausgetauscht worden.
Die G7-Außenminister:innen beraten heute über einen Weg aus dem Iran-Krieg.
In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es nach Aussage von Außenminister Johann Wadephul Vorbereitungen für ein direktes Treffen zwischen Vertreter:innen der USA und Irans. "Das soll wohl in der nächsten Zeit recht kurzfristig in Pakistan stattfinden", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Vorher habe es nach seinen Informationen indirekte Kontakte gegeben. Er bezeichnete das als "erste Zeichen der Hoffnung, der Zuversicht".
"Man hat offensichtlich schon erste Positionen schriftlich ausgetauscht über Dritte." Weiter sagte Wadephul, er wisse nicht genau, "wer das alles fazilitiert hat". US-Außenminister Marco Rubio werde das "vielleicht heute auch noch etwas genauer darstellen". Es helfe aber auch gar nicht, so etwas allzu öffentlich zu diskutieren.
Wadephul trifft sich am Freitag (27. März) im französischen Vaux-de-Cernay mit den G7-Außenminister:innen, um über einen Weg aus dem Iran-Krieg zu beraten. Auch Rubio nimmt an diesem zweiten Tag der Beratungen teil.
Mögliche deutsche Hilfe in der Straße von Hormus
Wadephul bekräftigte zudem Deutschlands Offenheit für eine Absicherung des Schiffsverkehrs in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel nach einem Ende des Krieges. "Was wir immer gesagt haben: Wenn dieser Krieg beendet ist, dann ist Deutschland prinzipiell bereit, darüber nachzudenken, ob wir bei der Absicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen können", sagte der CDU-Politiker. "Aber da müssen wir erst einmal hinkommen."
Mitte März hatte Wadephul am Rande eines EU-Außenministertreffens in Brüssel den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem NATO-Einsatz in der Straße von Hormus während des Krieges eine Absage erteilt. Er sehe nicht, dass die NATO für die Straße von Hormus zuständig werden könnte, sagte er damals.
Auch in den News:
Wirtschaftliche Folgen des Kriegs im Fokus
Bei dem jetzigen Treffen der Allianz der "Gruppe der Sieben", zu denen neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA gehören, wolle er besprechen, wie man zu einem Ende der Kampfhandlungen komme, sagte Wadephul. Es gehe darum, etwas über die Vorgehensweise und Interessenlage der USA zu erfahren.
"Wir werden natürlich auch unsere Interessenlage dort zur Geltung bringen", ergänzte er. Dabei gehe es etwa um die Begrenzung wirtschaftlicher Folgen des Krieges. Als Beispiel nannte er die Erhöhung der Spritpreise. Diese werde man nicht durch gesetzliche Regelungen begrenzen können, "sondern nur dadurch, dass dieser Konflikt beigelegt wird".
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