Gestrandeter Meeressäuger

Ostsee-Sensation: Buckelwal befreit sich von Sandbank

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Spezialbagger sollen Buckelwal befreien

Videoclip • 01:36 Min • Ab 12


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Nach tagelangen Rettungsversuchen kommt der Wal vorm Timmendorfer Strand frei. Unterstützt hat ihn eine von Baggern geschaffene Rinne. Jetzt wurde das Tier in der Lübecker Bucht gesichtet.

Der vor Timmendorfer Strand von einer Sandbank befreite Buckelwal schwimmt in der Lübecker Bucht. Er sei weiter draußen in der Bucht gesichtet worden, sagte Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war am Montagmorgen auf der Sandbank entdeckt worden. Mit Hilfe einer gegrabenen Rinne befreite er sich in der Nacht zum Freitag.

Nun komme es darauf an, dass der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger im offenen Wasser bleibt und möglichst in die Nordsee schwimmt. Noch sei er nicht in Sicherheit, betonte Lehmann. Seine Befreiung von der Sandbank sei bisher nicht seine Rettung, sondern nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Zu Hause sei er erst im Atlantik.

Wal kämpfte sich durch gegrabene Rinne

Für Timmendorf am Strand an der Ostsee hat die beispiellose mehrtägige Rettungsaktion mit Baggern und Tauchern damit ein gutes Ende genommen. Der Buckelwal war Montagmorgen auf einer Sandbank entdeckt worden. Tagelang wurde versucht, das Tier zu befreien. So war etwa am Dienstag ein Rettungsversuch mit einem kleinen Saugbagger gescheitert. Am Donnerstag wurde mit einem Schwimmbagger eine Rinne ausgehoben. 

Meter um Meter hatte sich der Wal am Abend durch diese Rinne gekämpft. Auch ein größerer Bagger konnte schließlich von Land aus eingreifen, nachdem ein Damm aufgeschüttet worden war, um das schwere Gerät in Reichweite zu bringen.

Das Tier zeigte sich aktiver als in den Tagen zuvor. Die Helfer versuchten es am Abend auch mit Lärm zu animieren - durch Hupen, Trommeln oder Rufen. Auch das Tier selbst gab immer wieder lautes Brummen von sich. Am Ende hätten am Abend nur noch wenige Meter bis ins tiefere Wasser gefehlt, sagte der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke, als die Aktion wegen der Dunkelheit abgebrochen wurde.

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