Iran-Krieg
USA schicken offenbar tausende Elite-Soldaten in den Nahen Osten
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von Max Strumberger:newstime
Zur Trump-Drohung: "Iran dürfte sich wehren"
Videoclip • 08:59 Min • Ab 12
Die USA verstärken offenbar ihre Präsenz im Nahen Osten: Laut Berichten mehrerer US-Medien bereitet das Pentagon die Entsendung von rund 3.000 Soldaten der 82. Luftlandedivision vor.
Das Wichtigste in Kürze
Rund 3.000 Soldaten der 82. Luftlandedivision könnten in Kürze in den Nahen Osten verlegt werden, berichten US-Medien.
Die Elitetruppe ist innerhalb von 18 Stunden einsatzbereit.
Sie könnte eingesetzt werden, um die Straße von Hormus zu sichern oder die Öl-Insel Charg einzunehmen.
Das Pentagon plant nach US-Medienberichten eine Verlegung von Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten. Die US-Spezialkräfte sind darauf trainiert, aus der Luft mit Fallschirmen einzugreifen. Der Plan sehe vor, dass etwa 3.000 Soldaten in den Nahen Osten geschickt werden, um Einsätze gegen den Iran zu unterstützen, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf nicht genannte US-Beamte. Wie konkret die Pläne sind, blieb unklar.
Das "Wall Street Journal" berichtete demnach, dass noch keine Entscheidung darüber getroffen worden sei, Bodentruppen in den Iran selbst zu entsenden. Die Verlegung der Soldaten eröffneten US-Präsident Donald Trump jedoch mehrere strategische Optionen.
Geht es um die Straße von Hormus?
Das US-Medium "Politico" schlussfolgerte, der Truppenaufbau im Nahen Osten deute etwa auf eine gewaltsame Kontrolle der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus hin. Die "New York Times" berichtete zuerst über die Pläne im Pentagon und schrieb, die Kräfte könnten eingesetzt werden, um den wichtigsten Ölexport-Hafen Irans auf der Insel Charg einzunehmen.
Innerhalb von 18 Stunden verlegbar
Es sind bereits Tausende Marinesoldaten in den Nahen Osten verlegt worden. Nach früheren US-Angaben befinden sich mehr als 50.000 Soldaten in der Region. Israel und die USA griffen vor gut drei Wochen den Iran an, der mit Gegenangriffen in der Region zurückschlug.
Nach eigenen Angaben kann die 82. Luftlandedivision innerhalb von 18 Stunden nach Benachrichtigung verlegt werden. Sie hat ihren Sitz im US-Bundesstaat North Carolina im Osten der USA.
Medien: USA legen 15-Punkte-Plan für Ende des Iran-Krieges vor
Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Das Vermittlerland Pakistan habe dem Iran den Entwurf übermittelt, berichteten unter anderem "Axios" und die "New York Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Dem israelischen Sender N12 zufolge soll der Iran dabei unter anderem zustimmen, niemals nach Atomwaffen zu streben. Zudem müsse der Bestand an angereichertem Uran an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) abgegeben werden.
"Axios" berichtete, der US-Sondergesandte Steve Witkoff habe Präsident Donald Trump berichtet, dass die Iraner bei mehreren zentralen Punkten zugestimmt hätten – unter anderem seien sie bereit, ihre Bestände an angereichertem Uran aufzugeben. Laut "New York Times" war allerdings unklar, wie Teheran auf den Vorschlag aus Washington reagiert. Auch stand aus, wie Israel als weitere Kriegspartei in dem Konflikt auf den US-Plan reagieren würde, schrieb die Tageszeitung.
Trump hatte zuletzt erneut behauptet, dass Teheran auf ein Abkommen dränge. "Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen", sagte er. US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance seien an den Verhandlungen beteiligt.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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