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Union sucht Spahn-Nachfolger: Thorsten Frei soll jetzt Fraktionschef werden

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von dpa

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Union sucht Spahn-Nachfolger (20. Juli)

Videoclip • 01:49 Min • Ab 12


Nach dem Rücktritt von Jens Spahn steht der neue Unionsfraktionschef offenbar fest: Kanzleramtschef Thorsten Frei soll die 208 Abgeordneten von CDU und CSU führen.

Die Personalrochade an der Spitze der Unionsfraktion nimmt konkrete Formen an: Thorsten Frei, bislang Chef des Bundeskanzleramts, soll neuer Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden. Darauf einigten sich Bundeskanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder nach mehrtägigen Gesprächen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Unionskreisen erfuhr.

Die offizielle Wahl durch die Fraktion ist für kommenden Mittwoch (29. Juli) in einer Sondersitzung in Berlin angesetzt.

Für den 52-jährigen CDU-Politiker aus dem Schwarzwald bedeutet die Personalie eine Rückkehr in vertrautes Terrain. In der vergangenen Legislaturperiode hatte Frei bereits als Parlamentarischer Geschäftsführer unter dem damaligen Oppositionsführer Merz die Fraktionsarbeit aus nächster Nähe kennengelernt.

Schon nach der Bundestagswahl 2025 galt er als aussichtsreicher Kandidat für den Fraktionsvorsitz – doch Merz holte seinen engen Vertrauten stattdessen ins Kanzleramt.

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Schwieriger Start im Regierungszentrum

Dort allerdings fasste Frei nur mühsam Fuß. Innerhalb der Union wurde ihm vorgeworfen, sich mehr auf öffentliche Auftritte zu konzentrieren als auf die Koordination der Koalitionsarbeit. Beim kürzlich beschlossenen Reformpaket übernahmen schließlich die Fraktionsspitzen selbst die Abstimmung.

In Unionskreisen heißt es nun, die Fraktionsarbeit passe deutlich besser zu Freis Stärken. Mit der Personalie würde Merz sich einen loyalen Vertrauten an der Fraktionsspitze sichern – und könnte gleichzeitig das Kanzleramt neu aufstellen. Wer Freis Nachfolge in der Regierungszentrale antreten wird, soll erst in der kommenden Woche verkündet werden. Unklar bleibt auch, ob weitere Kabinettsumbildungen anstehen.

Spahn unter Druck zurückgetreten

Der Weg für die Neubesetzung war frei geworden, nachdem Jens Spahn am vergangenen Wochenende nach massivem parteiinternem Druck sein Amt niedergelegt hatte. Der 46-Jährige und sein Ehemann Daniel Funke hatten öffentlich gemacht, mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden zu sein. Dies löste heftige Kritik aus, da Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und sich Spahns Partei klar gegen eine Legalisierung positioniert – eine Haltung, die auch Spahn selbst in der Vergangenheit vertreten hatte.


In seinem Rücktrittsschreiben an die Bundestagsabgeordneten erklärte Spahn, der Spagat zwischen seiner privaten Entscheidung und den Erwartungen an ihn als Fraktionschef sei größer geworden als erwartet. Bis zur offiziellen Neuwahl führt Spahns bisheriger Stellvertreter Alexander Hoffmann, Chef der CSU-Landesgruppe, die Amtsgeschäfte.

Die Sondersitzung der Fraktion am 29. Juli wird zeigen, ob Freis Nominierung die erhoffte Zustimmung findet – und ob die Union damit einen Schlussstrich unter die turbulenten Tage ziehen kann.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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