Russischer Angriffskrieg
Ukraine beschießt Putins Drohnenlager auf der Krim
Aktualisiert:
von Joachim Vonderthann:newstime
Vier Jahre Krieg in der Ukraine
Videoclip • 51 Sek • Ab 12
Das ukrainische Militär hat ein zentrales Drohnenlager russischer Truppen auf der Krim angegriffen. Wie hoch der Schaden für Putins Schergen ist, bliebt aber unklar.
Das Wichtigste in Kürze
Ukrainische Streitkräfte haben ein zentrales Drohnenlager der Russen in Jewpatorija auf der Krim angegriffen.
Satellitenbilder zeigen schwere Schäden an drei Hangars des Flugzeugreparaturwerks.
Der Angriff reiht sich in wiederholte Schläge gegen Drohnenstandorte auf der russsich besetzten Krim ein.
Die ukrainischen Streitkräfte haben am 27. Februar einen gezielten Angriff auf ein zentrales Drohnenlager der russischen Truppen in Jewpatorija auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim durchgeführt. Ziel des Angriffs war das Gelände eines Flugzeugreparaturwerks, in dem russische Einheiten die Mehrzweckdrohnen "Forpost" und "Orion" lagerten und warteten. Dies berichtet laut "Frankfurter Rundschau" (FR) das ukrainische Militärportal Militarnyi.
Ukraine nimmt Drohnen-Hangar auf der Krim ins Visier
Auf Satellitenbildern, die nach dem Angriff veröffentlicht wurden, sind deutliche Schäden an mindestens drei Hangars zu erkennen. Die Bilder zeigen durchschlagene Dächer, die vermutlich durch eingesetzte Drohnen verursacht wurden. Der genaue Schaden im Inneren der Hangars bleibt jedoch unklar. Der OSINT-Blogger "Dnipro Osint", der öffentlich zugängliche Satellitendaten auswertet, war einer der ersten, der über den Angriff berichtete. Allerdings weist das FIRMS-System der NASA, das weltweite Brände in Echtzeit erfasst, dem FR-Bericht zufolge keine aktiven Brandherde für den genannten Zeitraum in Jewpatorija aus.
Putins Drohnen-Modelle überwachen Küste der besetzten Krim
Der Angriff auf das Flugzeugreparaturwerk in Jewpatorija war nicht der erste seiner Art. Bereits am 21. Februar wurde die Anlage getroffen, wobei zwei U-Boot-Jagdflugzeuge des Typs Be-12 beschädigt worden sein sollen. Auch andere Standorte auf der Krim, an denen Drohnen stationiert waren, wurden in den vergangenen Monaten angegriffen. Im November 2025 traf es den Flugplatz Kirowske, wie Militarnyi berichtete.
Russische Streitkräfte setzen die Drohnen "Orion" und "Forpost" unter anderem zur Überwachung der Küstenzone der Krim ein. Zudem dienen sie dazu, ukrainische Seedrohnen zu orten und zu bekämpfen, welche regelmäßig militärische Ziele auf der Halbinsel und in der Region Kuban angreifen. Die "Orion" ist eine Kampfdrohne mit einer Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern und einer Flugdauer von bis zu 24 Stunden. Sie kann gelenkte Raketen und Bomben tragen und dient auch als Plattform für die Marschflugkörper S8000 "Bandero".
Wichtige Waffen für Russlands Angriffskrieg
Neben der "Orion" spielt auch die "Forpost", eine Weiterentwicklung des israelischen Searcher Mk II, eine zentrale Rolle für die russischen Streitkräfte. Sie hat eine Reichweite von über 250 Kilometern und eine Flugdauer von bis zu 18 Stunden. Die modernisierte Version "Forpost-R" kann ebenfalls bewaffnet eingesetzt werden und dient sowohl zur Aufklärung als auch für Kampfeinsätze.
Die Ukraine führt seit Februar 2022 einen Abwehrkampf gegen den Angriffskrieg Russlands, den Kreml-Machthaber Wladimir Putin befohlen hat.
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Verwendete Quellen:
Frankfurter Rundschau: "Schlag gegen Putins Drohnenbasis auf der Krim"
Nachrichtenagentur dpa
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