Krieg in Nahost
"Goldenes Zeitalter"? Trump sieht im Iran-Deal großen Geldgewinn
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von Emre Bölükbasi:newstime
Iran-Krieg: Trump kündigt Waffenruhe an
Videoclip • 02:45 Min • Ab 12
"Goldenes Zeitalter" für den Nahen Osten oder nur Geschäftemacherei? Trump jubelt über die Iran-Einigung und wittert riesige Gewinne – doch das endgültige Friedensabkommen steht noch aus.
Das Wichtigste in Kürze
Trump feiert die Waffenruhe mit dem Iran und die geplante Öffnung der Straße von Hormus als wirtschaftlichen Gewinn.
Der US-Präsident verspricht sich großes Geldverdienen.
Der Weg zu der sich anbahnenden Deeskalation gestaltete sich bislang extrem schwierig.
Die Straße von Hormus könnte bald wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden. Nach mehr als fünf Wochen Blockade zeichnet sich eine Einigung zwischen den USA und dem Iran ab.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass durch die Regelung "viel Geld verdient werden" könne – eine Formulierung, die aufhorchen lässt in einem Konflikt, der die Weltwirtschaft an den Rand einer Energiekrise gebracht hat.
"Ein großer Tag für den Weltfrieden!", schrieb Trump zudem auf der Online-Plattform Truth Social. "Der Iran will es, er hat genug! Und alle anderen auch!"
Die strategisch bedeutsame Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman war seit dem 28. Februar praktisch unpassierbar. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird normalerweise durch das an der schmalsten Stelle nur 50 Kilometer breite Nadelöhr transportiert.
Die Blockade ließ die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft ansteigen und brachte Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter in der Region zum Stillstand.
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Vom Kriegsgeschrei zur Verhandlungslösung
Der Weg zur Einigung war von dramatischen Wendungen geprägt. Trump hatte dem Iran wiederholt mit massiven Bombardierungen gedroht, die Führung in Teheran als "verrückte Mistkerle" beschimpft und ultimativ die Öffnung der Meerenge gefordert. "Öffnet die verdammte Straße, ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er noch am 5. April auf seiner Plattform Truth Social.
Doch die angekündigten Angriffe auf iranische Kraftwerke und Brücken blieben letztlich aus. Stattdessen verschob Trump sein Ultimatum gleich mehrfach – zunächst unter Verweis auf "sehr gute und produktive Gespräche", später auf den 6. April. Die iranische Seite dementierte zunächst Trumps Darstellung von Verhandlungsfortschritten.
Wirtschaftliche Folgen und politischer Druck
Die Blockade setzte auch Trump innenpolitisch unter Druck. Der Benzinpreis in den USA kletterte bis Ende März im Durchschnitt auf vier US-Dollar pro Gallone – ein Anstieg von über einem Drittel in einem US-Wahljahr. Das teurere Benzin schürte Unzufriedenheit mit Trumps Vorgehen.
Trump erhofft sich angeblich auch für den Nahen Osten einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die jüngste Einigung mit dem Iran. Er erwarte ein "Goldenes Zeitalter", schrieb er auf Truth Social weiter.
Zunächst hatte Trump noch behauptet, die USA hätten mit dem Problem der Straße von Hormus "nichts zu tun". Die Meerenge werde sich mit dem Abschluss der US-Kriegshandlungen "automatisch" wieder öffnen. Doch diese Einschätzung erwies sich als falsch – der Iran zeigte sich weiterhin in der Lage, die Erdöl-Transporte zu blockieren.
Die nun angedeutete Einigung könnte beiden Seiten einen gesichtswahrenden Ausweg bieten: Der Iran erhält Kontrolle und Einnahmen aus der Meerenge, während die USA und ihre Verbündeten wieder Zugang zu den lebenswichtigen Energietransporten bekommen. Wie genau die Regelung aussehen wird und wer tatsächlich "viel Geld verdienen" wird, bleibt abzuwarten.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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