Trumps Strategie

Tennessee: Wahlkreisgrenzen neu aufgeteilt – US-Demokraten warnen vor rassistischer Manipulation

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Warum ist der Supreme Court so wichtig und wie funktioniert er? (23. Februar)

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Der einzige demokratische Kongressbezirk Tennessees soll zerschlagen werden. Mitglieder der Demokratischen Partei sprechen von rassistischer Manipulation der Wählenden zugunsten der Republikaner:innen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neuaufteilung der Wahlkreisgrenzen in Tennessee: Der republikanisch dominierte Landtag verabschiedete eine neue Karte, die für Diskussionen sorgt.

  • Streit gibt es vor allem um den Kongresswahlbezirk um Memphis: Die mehrheitlich schwarzen Wähler:innen würden jeweils mit deutlich konservativeren Regionen zusammengelegt werden.

  • Für den Entscheid über die neue Grenzverteilung hatte der Supreme Court den Schutz des Voting Rights Act gegen rassistische Benachteiligung geschwächt.

Republikaner:innen im US-Bundesstaat Tennessee haben neue Wahlkreisgrenzen für das Repräsentantenhaus beschlossen, die den einzigen demokratisch vertretenen Kongresswahlbezirk des Bundesstaats zerschneiden würden. Die Neuaufteilung gilt als Teil einer landesweiten Strategie von Präsident Donald Trump und seiner Partei, ihre knappe Mehrheit im US-Repräsentantenhaus bei den kommenden Zwischenwahlen im November zu sichern.

Der republikanisch dominierte Landtag verabschiedete die neue Karte am Donnerstag (7. Mai) nach tumultartigen Szenen und Protesten im Parlament. Demonstrant:innen unterbrachen laut Medienberichten die Sitzungen mit Sprechchören und Trillerpfeifen, demokratische Abgeordnete verließen demnach aus Protest den Saal. Die Vorlage geht nun an den republikanischen Gouverneur Bill Lee, der sie den Berichten zufolge voraussichtlich unterzeichnen wird.

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Demokrat:innen sprechen von rassistischer Wählermanipulation

Im Zentrum des Streits steht der bislang demokratisch vertretene Kongresswahlbezirk in und um Memphis, eine Stadt mit mehrheitlich schwarzer Bevölkerung. Der neue Zuschnitt würde die demokratische Hochburg auf mehrere Wahlkreise verteilen. Die Wähler:innen aus der Stadt würden jeweils mit deutlich konservativeren Regionen zusammengelegt, sodass Republikaner:innen in allen Bezirken bessere Siegchancen bei den anstehenden Parlamentswahlen im Herbst hätten. Sie könnten damit alle neun Sitze Tennessees im Kongress gewinnen.

Tennessee ist der erste Bundesstaat, der nach einer Entscheidung des Obersten US-Gerichts in der vergangenen Woche neue Wahlkreisgrenzen verabschiedet. Der Supreme Court hatte den Schutz des Voting Rights Act gegen rassistische Benachteiligung bei Wahlkreiszuschnitten geschwächt. Republikanisch regierte Südstaaten wie Louisiana, Alabama und South Carolina treiben inzwischen ähnliche Neuaufteilungen voran.

Trump drängt republikanisch regierte Bundesstaaten seit Monaten dazu, Wahlkreise noch vor den Zwischenwahlen neu zuzuschneiden. Kritiker sprechen von einer landesweiten Neuauflage des sogenannten Gerrymandering – der parteipolitischen Manipulation von Wahlkreisgrenzen. Auch Demokrat:innen nutzen die Strategie, etwa in Kalifornien.


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