Hoffnung für Schifffahrt

Straße von Hormus: Iran lässt pakistanische Schiffe passieren

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Straße von Hormus: Pistorius für Hilfe

Videoclip • 01:56 Min • Ab 12


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Der Iran gibt die Passage durch die wichtige Meerenge für 20 Schiffe unter pakistanischer Flagge frei – für Beobachter:innen eine vertrauensbildende Maßnahme im Vorfeld von möglichen Gesprächen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Iran erlaubt 20 pakistanischen Schiffen die Passage durch die strategisch wichtige Straße von Hormus.

  • Die Maßnahme gilt als wichtiger Schritt zur Deeskalation und Vorbote für regionale Friedensgespräche.

  • Trotz der Freigabe stecken laut Schifffahrtsorganisation IMO weiterhin fast 2.000 Schiffe im Persischen Golf fest.

Der Iran lockert nach pakistanischen Angaben für bestimmte Schiffe seine Blockade der für die Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus. "Die iranische Regierung hat zugestimmt, 20 weiteren Schiffen unter pakistanischer Flagge die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gestatten", teilte Pakistans Vize-Premierminister und Außenminister Ishaq Dar auf X mit.

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Nach seinen Worten werden täglich zwei dieser Schiffe die Meerenge passieren. Dar sprach von einem bedeutenden Schritt in Richtung Frieden.


Diplomatisches Signal zur Deeskalation

Der Schritt wird von Beobachter:innen als vertrauensbildende Maßnahme im Rahmen von Vermittlungen zur Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten gesehen.

Der Iran blockiert seit Beginn der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf das Land die Straße von Hormus, über die große Teile des Öl- und Gastransports laufen. Die Preise für diese Energieträger sind in der Folge stark gestiegen. Teheran hatte nach US-Regierungsangaben vom Donnerstag zuvor schon zehn Öltankern die Durchfahrt erlaubt, darunter waren Schiffe unter pakistanischer Flagge.

"Dialog, Diplomatie und solche vertrauensbildenden Maßnahmen sind der einzige Weg nach vorn", hob Minister Dar hervor.

Auch in den News:

Auswirkungen auf den Welthandel und die Energieversorgung

Dar hatte mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert und die Notwendigkeit einer Deeskalation betont, wie das pakistanische Außenministerium am späten Abend (Ortszeit) mitteilte. An diesem Sonntag sollen sich die Außenminister der Türkei, Ägyptens und Saudi-Arabiens mit Dar in Islamabad treffen, um über die Situation in der Region zu sprechen. Islamabad hatte diese Woche erklärt, Nachrichten zwischen den USA und dem Iran weitergeleitet zu haben.

Wie viele Schiffe genau im Persischen Golf noch feststecken, ist unklar. Die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) hatte vor einigen Tagen von rund 2.000 Schiffen und rund 20.000 betroffenen Seeleuten gesprochen. Vor Kriegsbeginn passierten laut IMO im Februar durchschnittlich 129 Schiffe pro Tag die Straße von Hormus.

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