Berichte über Verletzungen
Spekulationen um Modschtaba Chamenei: Wo ist der neue Führer des Iran?
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von Jana Wejkum:newstime
Chamenei-Sohn neuer Führer im Iran
Videoclip • 30 Sek • Ab 12
Sein Vater und Vorgänger ist tot, das Land im Krieg. Wo aber ist Modschtaba Chamenei? Nicht einmal die Regierung scheint auf diese Frage eine Antwort zu haben.
Als die USA und Israel den Iran am 28. Februar angriffen, starben dessen oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere bedeutende Personen der politischen Führungsriege. Einer überlebte: Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Staatsoberhaupts. Er wurde am Sonntag (8. März) zum neuen obersten Führer ausgerufen. Doch seitdem fehlt von ihm jede Spur.
Berichte über Verletzungen – Regierung tappt im Dunkeln
Bei dem Angriff soll Chamenei seine Ehefrau, seine Mutter und einen Schwager verloren haben. Wie die "New York Times" berichtet, sei er an den Beinen verletzt worden. Er halte sich an einem streng gesicherten Ort auf, zu dem die Kommunikation eingeschränkt sei. Die Informationen, die auf Berichten von iranischen Funktionären beruhen, sind nicht unabhängig überprüfbar.
Es heißt, dass selbst die iranische Regierung unter Präsident Massud Peseschkian aktuell keinen Kontakt zu ihrem neuen Staatsoberhaupt habe. "Die Minister der Regierung haben keine Nachrichten von ihm und soweit ich weiß, hatte Herr Peseschkian selbst keinen Kontakt", sagte eine hochrangige Quelle in der Regierung dem gut informierten Exilportal "Iranwire". Es herrsche Verwirrung im Kabinett, nicht jedoch unter den Revolutionsgarden, die als Elitestreitmacht weiter koordiniert vorgehen würden.
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Chamenei ist in den vergangenen Jahren zwar selten in der Öffentlichkeit aufgetreten, gilt aber als einflussreiche Person, die aus dem Hintergrund die Angelegenheiten seines Vaters gesteuert habe. Er trat als junger Mann den Revolutionsgarden bei und hat schiitische Theologie studiert. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass auch er Israel äußerst feindlich gegenübersteht.
US-Präsident Donald Trump hatte bereits vor der Wahl Chameneis als neues Staatsoberhaupt seine Missbilligung ausgedrückt. "Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel. Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt", so Trump. Er bestand darauf, in die Regelung der Nachfolge einbezogen zu werden, und drohte: "Wenn er unsere Zustimmung nicht erhält, wird er nicht lang im Amt bleiben."
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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