US-Wahl
Spahn über möglichen Trump-Sieg: "Von Tag eins an zusammenarbeiten"
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
Jens Spahn in Milwaukee: Knüpft er Kontakte zum Trump-Umfeld?
Videoclip • 03:41 Min • Ab 12
Dem Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn zufolge irritiert ihn der US-Präsidentschaftskandidat Trump zwar, doch angesichts einer möglichen Wiederwahl des Republikaners fordert er ein engeres Verhältnis zum Republikaner.
Das Wichtigste in Kürze
Laut dem früheren Gesundheitsminister Jens Spahn muss sich Deutschland auf eine Wiederwahl Trumps vorbereiten.
Deshalb müsse Scholz mit Staats- und Regierungschef:innen aus Europa bereits jetzt entsprechende Schritte einleiten.
Der CDU-Politiker übte auch Kritik an Scholz, der Trump nach dem Attentat nicht angerufen hatte.
Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts eines möglichen Siegs Donald Trumps bei den US-Wahlen auf die "gemeinsamen Interessen" Europas und den USA hingewiesen. Er wünsche sich deshalb bei einer Wiederwahl des Republikaners "gleich von Tag eins an auch zusammenzuarbeiten in der Sache", sagte er am Mittwoch (17. Juli) gegenüber :newstime.
"Donald Trump irritiert auch mich häufig mit seiner Wortwahl, seiner Unverfrorenheit, seiner ganzen Art", räumte der CDU-Politiker ein. Bei Themen wie der Nichtverbreitung von Atomwaffen, dem Existenzrechts Israels oder etwa Sicherheitsfragen in Europa sieht er allerdings Schnittmengen.
Appell und Kritik an Scholz
Spahn appellierte vor diesem Hintergrund an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), "zusammen mit anderen europäischen Regierungschefs" bereits jetzt "Vorschläge zu machen, die Initiative zu ergreifen in diesen Themen für eine nächste mögliche Trump-Regierung." Deutschland solle "nicht nur reagieren müssen" - dies sei nach dem ersten Wahlsieg Trumps im Jahr 2016 der Fall gewesen.
"Ich verstehe zum Beispiel auch nicht, warum Olaf Scholz sich so klar fürJoe Bidens Wiederwahlausspricht", bemängelte der frühere Minister. Er kritisierte zudem, dass Scholz nach dem Attentat auf Trump am Samstag (13. Juli) den Republikaner nicht angerufen habe. "Es ist im nationalen deutschen Interesse für unsere Sicherheit, dass wir ein gutes Verhältnis haben zum nächsten amerikanischen Präsidenten", so Spahn.
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