Alarmstimmung
Pressefreiheit-Rangliste: Deutschland stürzt weiter ab – aus diesem Grund
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von Emre Bölükbasi:newstime
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Weltweiter Negativtrend: Mehr als die Hälfte aller Länder hat Presseprobleme. Auch Deutschland trifft es jetzt – es rutscht in der Rangliste der Pressefreiheit weiter ab.
Das Wichtigste in Kürze
Deutschland fällt in der weltweiten Pressefreiheits-Rangliste auf Platz 14 – drei Ränge schlechter als im Vorjahr.
Journalist:innen berichteten von Bedrohungen im Netz.
Reporter ohne Grenzen warnt: Weltweit verschärfe sich die Lage dramatisch.
Die Bundesrepublik verliert weiter an Boden, wenn es um die Freiheit der Presse geht. Mit Platz 14 in der aktuellen Rangliste von Reporter ohne Grenzen (RSF) fällt Deutschland um drei Positionen zurück. 2025 lag Deutschland noch auf dem dritten Rang.
Die Menschenrechtsorganisation stuft die Situation zwar weiterhin als "zufriedenstellend" ein, doch die Warnsignale würden sich mehren: Journalist:innen berichteten von einem zunehmend rauen Arbeitsklima.
Besonders polarisierende Themen wie die Nahostberichterstattung setzen demnach Medienschaffende unter Druck. In den Redaktionen verschärften sich die Bedingungen, während Hass, Diffamierung und schwindendes Vertrauen in die Medien den Alltag prägten.
Auch in den News:
Weltweite Verschlechterung erreicht historisches Ausmaß
Global betrachtet präsentiert sich die Lage noch düsterer. Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste fallen mehr als die Hälfte aller untersuchten Länder und Territorien in die Kategorien "schwierig" oder "sehr ernst". Lediglich sieben Länder weltweit können noch eine "gute" Situation vorweisen – dort lebt gerade einmal rund ein Prozent der Weltbevölkerung.
An der Spitze behauptet sich Norwegen zum zehnten Mal in Folge, gefolgt von den Niederlanden und Estland. Am unteren Ende der Skala stehen unverändert Eritrea, Nordkorea und China. Bemerkenswert: Syrien verzeichnete nach politischen Umbrüchen den stärksten Aufstieg von Rang 177 auf 141, während Niger dramatisch um 37 Plätze auf Rang 120 abstürzte.
Kriminalisierung von Journalismus nimmt zu
RSF sieht vor allem im rechtlichen Bereich besorgniserregende Entwicklungen. In zahlreichen Staaten werde Journalismus zunehmend kriminalisiert – oft unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung oder nationalen Sicherheit. Kriege und bewaffnete Konflikte gefährdeten die Sicherheit von Medienschaffenden zusätzlich massiv.
Die Rangliste vergleicht jährlich die Pressefreiheit in 180 Ländern und Territorien anhand mehrerer Kriterien, darunter Sicherheit, politisches Umfeld, rechtliche Rahmenbedingungen sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren. Die Veröffentlichung erfolgt traditionell rund um den 3. Mai, den Internationalen Tag der Pressefreiheit.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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