Vor den Midterms
Rubio zieht mit Vance gleich – Trumps Erbe ist offen
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Skandal-US-Politiker gewinnt Vorwahl
Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Im frühen Rennen um die republikanische Kandidatur 2028 liegen JD Vance und Marco Rubio fast gleichauf. Eine neue Umfrage zeigt: Der Machtkampf um Trumps Nachfolge ist plötzlich offen.
Das Wichtigste in Kürze
Laut Emerson College Polling liegen JD Vance mit 36 Prozent und Marco Rubio mit 35 Prozent unter republikanischen Vorwahlwähler:innen fast gleichauf.
Rubio hat seit August 2025 stark aufgeholt; der Emerson-Analyst Spencer Kimball spricht davon, dass sich das Rennen "deutlich verschoben" habe.
Während Vance bei jüngeren Republikaner:innen stärker ist, punktet Rubio bei älteren – und macht das Rennen um Trumps politisches Erbe deutlich offener.
Das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2028 wird deutlich spannender als noch vor wenigen Monaten. Laut einer neuen Umfrage von Emerson College Polling kommt US-Vizepräsident JD Vance unter wahrscheinlichen republikanischen Vorwahlwähler:innen auf 36 Prozent, Außenminister Marco Rubio liegt mit 35 Prozent praktisch gleichauf.
Damit ist ein klarer Vorsprung von Vance fast verschwunden. Im Februar hatte er in derselben Umfrageserie noch mit 52 Prozent deutlich vor Rubio gelegen, der damals nur auf 20 Prozent kam. Keiner der beiden hat bislang offiziell eine Kandidatur angekündigt. Trotzdem zeigt die Erhebung schon jetzt, wie stark sich die Stimmung in der Partei verschiebt, wie die "Frankfurter Rundschau" (FR) berichtet.
Rubio holt rasant auf
Besonders auffällig ist der schnelle Aufstieg des Außenministers. Seit August 2025 ist Rubios Wert in der Umfrageserie von 9 auf 35 Prozent gestiegen. Emerson-Polling-Chef Spencer Kimball sagte, das Rennen habe sich "deutlich verschoben". Aus einem fast schon entschiedenen Wettbewerb sei ein echter Zweikampf geworden.
Ein Grund für Rubios Aufschwung dürfte seine neue Rolle als Außenminister sein. Durch Auslandsreisen und internationale Auftritte – zuletzt bei einem mehrtägigen Besuch in Indien – ist er deutlich sichtbarer geworden. In einer frühen Phase des Vorwahlkampfs kann genau das wichtig sein: Viele Wähler:innen orientieren sich zunächst daran, wer präsidial wirkt und auf der Weltbühne bestehen kann.
Jüngere eher für Vance, Ältere eher für Rubio
Die Umfrage zeigt dem FR-Bericht zufolge zudem ein klares Altersgefälle. Bei Republikaner:innen ab 50 Jahren liegt Rubio mit 41 zu 35 Prozent vor Vance. Unter den unter 50-Jährigen hat dagegen Vance mit 37 zu 26 Prozent die Nase vorn. Das deute darauf hin, dass beide Kandidaten unterschiedliche Gruppen in der Partei ansprechen.
Hinter dem Spitzenduo folgt vorerst wenig. Ron DeSantis und Nikki Haley kommen jeweils auf 5 Prozent, während 15 Prozent der republikanischen Vorwahlwähler:innen noch unentschieden sind. Gerade in dieser frühen Phase ist das viel – und bedeutet, dass schon kleine politische Erfolge oder Fehler die Reihenfolge schnell verändern können.
Auch in den News:
Trump bleibt präsent, aber nicht unangefochten
Im Hintergrund dieser frühen 2028-Debatte steht weiterhin US-Präsident Donald Trump. Seine Zustimmungswerte in derselben Umfrage liegen bei nur 39 Prozent, 55 Prozent lehnen ihn ab. Das schwächt zwar nicht automatisch seine Macht in der Republikanischen Partei, zeigt aber, dass das politische Umfeld unruhig bleibt.
Auch die allgemeine Stimmung ist angespannt: 59 Prozent der Befragten sagen, die Republikanische Partei sei auf dem falschen Weg. Bei den Demokrat:innen sagen das 58 Prozent über ihre eigene Partei. Die größte Sorge der Wähler:innen ist derzeit die Wirtschaft – sie nennen 41 Prozent als wichtigstes Thema. Außenpolitisch lehnt zudem eine Mehrheit von 57 Prozent eine mögliche US-Militärintervention in Kuba ab.
Auf demokratischer Seite ist das Feld dagegen noch deutlich zersplittert. Pete Buttigieg führt mit 18 Prozent knapp vor Gavin Newsom mit 16 Prozent. Dahinter folgen Alexandria Ocasio-Cortez mit 11 Prozent sowie Josh Shapiro und Kamala Harris mit jeweils 10 Prozent. Einen klaren Favoriten gibt es dort bisher nicht.
Verwendete Quellen:
Frankfurter Rundschau: "Wer folgt auf Trump? Rubio holt Vance im Rennen der Republikaner ein"
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Lüge vor Untersuchungsausschuss?
Scheuers Aussage zu Maut-Fiasko: Prozess gegen Ex-Verkehrsminister

Demonstration gegen Verkehrsbelastung
Vor Brenner-Sperre: Viel Verkehr, aber vorerst kein Chaos

Stark bedrohte Tierart
Einmalig in Deutschland: Alaotra-Halbmakis jetzt im Zoo Neuwied

Künstliche Intelligenz
Anthropic wertvollstes KI-Unternehmen – OpenAI vom Thron gestoßen

"Babo", "Smombie" und Co.
Jugendwort 2026 gesucht: Welcher Begriff folgt auf "Das crazy"?

Q1-Zahlen präsentiert
Dell-Aktie explodiert: Unternehmen profitiert von KI und Trump



