Rüstungsboom

Deutschland rüstet im Weltall auf: Bundeswehr sichert sich Exklusiv-Rechte für Rheinmetall-Satelliten

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Mehr Rüstungsdeals mit den USA (16. September)

Videoclip • 25 Sek • Ab 12


Der Rüstungsboom hat auch das Weltall erfasst. Deutschland investiert in Satelliten von Rheinmetall. Sie könnten vor allem an der NATO-Ostflanke von Nutzen sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bis 2030 will die Bundesregierung 35 Milliarden Euro in die Raumfahrtindustrie investieren, unter anderem in Satelliten.

  • Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat mit der Serienanfertigung von sogenannten SAR-Satelliten begonnen.

  • Die Bundeswehr hat sich exklusive Zugriffsrechte gesichert.

Deutschland rüstet auf – nicht nur für Konfliktsituationen auf der Erde, sondern auch für solche im Orbit. Die Bundesrepublik möchte es verhindern, im Weltraum abgehängt zu werden. Kürzlich bestätigten die USA erstmals Waffen im All. Mehr Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten ist Berlins Ziel.

Informationen von "ZDFheute" zufolge will die Regierung bis 2030 35 Milliarden Euro in die Raumfahrtindustrie, unter anderem in Raketen und Satelliten, investieren. Vom potenziellen Clash außerterrestrischer Interessen profitiert einmal mehr der Rüstungskonzern Rheinmetall.

Serienmäßig fertigt die Firma in Neuss nun Weltraum-Satelliten. Pro Jahr sollen es 50 Stück sein. Eine Trägerrakete von SpaceX soll den ersten Satelliten Anfang kommenden Jahres per Trägerrakete in den Orbit bringen.

Auch in den News:

Bundeswehr schlägt zu

Wie das Unternehmen mitteilt, wird ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem finnischen Satellitenbetreiber Iceye sogenannte SAR-Satelliten bauen. Auch bei Nacht sowie durch schlechte Wetterbedingungen behinderte Sicht liefert die "Synthetic Aperture Radar"-Technologie präzise Aufnahmen. So können Truppenbewegungen sowie Stellungen des Gegners registriert und analysiert werden.

Aufnahmen des ersten Satelliten, der ab Anfang 2027 seine Bahnen im All ziehen soll, werden an die Bundeswehr und andere Armeen verkauft. Mit den deutschen Streitkräften gibt es nicht nur einen mehrjährigen Vertrag. Die Bundeswehr hat sich auch exklusive Zugriffsrechte auf eine noch unbekannte Anzahl von SAR-Satelliten gesichert, um möglichst schnell entsprechende Aufnahmen zur Verfügung gestellt zu bekommen.

So sollen sie aussehen: Rheinmetall baut jetzt serienmäßig Satelliten in Neuss.

Bild: Wolf von Dewitz/dpa


Satellitenaufnahmen für die NATO-Ostflanke

Für ein genaues Lagebild an der NATO-Ostflanke können die Bilder der Bundeswehr von Nutzen sein. In Litauen könnte die dort stationierte Bundeswehr-Brigade davon profitieren.

Mit den Satelliten fügt Rheinmetall seinem Portfolio um Artillerie, Panzer sowie Munition ein weiteres Produkt hinzu. Auch Schiffe und Flugzeug-Bauteile führt die Rüstungsfirma, die zudem massiv ins Drohnengeschäft investiert. Im Satellitengeschäft konkurriert Rheinmetall etwa mit Airbus Defence and Space sowie der Bremer Firma OHB.



Verwendete Quellen:

ZDFheute: "Wie Deutschland im Weltall aufholen will"

Nachrichtenagentur dpa

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