Neuer Anreiz für den Kampf
Putin erlässt Rekruten Schulden für Kriegseinsatz
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer:newstime
Putins Kriegsende-Aussage: Was will er?
Videoclip • 02:41 Min • Ab 12
Russland will mehr Soldat:innen für den Krieg gegen die Ukraine gewinnen. Präsident Wladimir Putin setzt nun auf einen finanziellen Anreiz.
Das Wichtigste in Kürze
Russland verspricht neuen Rekrut:innen und ihren Familien einen Schuldenerlass von bis zu zehn Millionen Rubel.
Die Regel gilt nur bei einem mindestens einjährigen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium.
Moskau will damit mehr Menschen für den Krieg gegen die Ukraine gewinnen.
Russland setzt auf neue Anreize, um mehr Menschen für den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Präsident Wladimir Putin hat ein Dekret unterzeichnet, das neuen Rekrut:innen und ihren Ehepartner:innen einen Schuldenerlass ermöglicht. Das teilte der Kreml laut Reuters mit. Demnach können Verbindlichkeiten von bis zu zehn Millionen Rubel erlassen werden, das sind rund 120.000 Euro.
Voraussetzung ist, dass bereits vor dem 1. Mai ein rechtlicher Anspruch auf Eintreibung der Schulden bestand. Außerdem muss der Vertrag mit dem Verteidigungsministerium für mindestens ein Jahr gelten. Damit ist die finanzielle Entlastung direkt an den Kriegsdienst gebunden.
Neue Anreize für den Fronteinsatz
Zusätzlich verlängerte Putin die Pachtrechte für staatliches Land für Kämpfer in der Ukraine auf unbestimmte Zeit. Der Schuldenerlass ergänzt damit weitere Unterstützungsmaßnahmen wie hohe Prämien oder Vorteile bei der Hochschulzulassung.
Laut der Immobiliendatenbank Cian entspricht die Summe von zehn Millionen Rubel in etwa dem Preis für eine kleine Einzimmerwohnung in Moskau. Der Schritt zeigt, wie Moskau versucht, seine Truppen in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg personell zu verstärken.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Personalwechsel
Evers statt Wegner nun CDU-Spitzenkandidat für Wahl in Berlin

Debatte um Mehrarbeit
Kehrt Mercedes-Benz zur 40-Stunden-Woche zurück?

Unfalldrama in Niedersachsen
59-Jährige stirbt bei Busunglück in Westerstede – Fahrer schwebt in Lebensgefahr

Experte erklärt
Zerbrochenes Fenster bei Ryanair-Boeing: Wie konnte das passieren?

Chaos Computer Club
EU-Parlament segnet Chatkontrolle ab: Werden alle generalüberwacht?

Warnung
Warnung vor neuer Betrugsmasche bei Reisebuchungen

