Von Russland entführt
Plötzlich wird von der Leyen emotional: Ukrainischer Junge rührt EU-Parlament
Aktualisiert:
von Emre BölükbasiFür seine bewegende Geschichte erntete Sasha minutenlangen Applaus.
Bild: REUTERS
Bewegender Moment im EU-Parlament: EU-Kommissionschefin hat von der Leyen in ihrer Rede einen von Russland entführten Jungen gewürdigt. Die emotionalen Szenen sehen Sie hier im Video!
Ein Junge, eine Großmutter – und eine unglaubliche Flucht aus dem Krieg: In ihrer Rede zur Lage der Union hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch (10. September) eine rührende Geschichte über einen von Russland entführten Ukrainer erzählt, die das EU-Parlament bewegte – und zu minutenlangen Standing Ovations führte.
Die rührenden Szenen im EU-Parlament sehen Sie hier auf Joyn!
Die Kommissionschefin hatte Sasha aus Mariupol in das EU-Parlament eingeladen. Er sei im Zuge der russischen Invasion von Soldaten verschleppt, von seiner Mutter getrennt und in das von Russland besetzte Donezk gebracht worden - und das alles im Alter von elf Jahren. "Sie sagten ihm, er brauche seine Mutter nicht. Er würde nach Russland gehen und eine russische Mutter bekommen, einen russischen Pass, einen russischen Namen", erzählte von der Leyen.
Der Ukrainer habe sich allerdings gewehrt und heimlich über ein fremdes Handy seine Großmutter um Hilfe gebeten - auch sie war im Plenarsaal. "Sie zögerte keine Sekunde. Ihre Freunde sagten ihr, sie sei verrückt, dorthin zu gehen. Aber Liudmyla versetzte Berge, um zu ihm zu gelangen", schilderte die sichtlich gerührte Kommissionspräsidentin weiter. Nach einer Reise durch Polen, Litauen, Lettland und Russland habe Liudmyla Sasha retten können.
Die Mutter des Jungen sei noch verschollen. "Leider ist Sashas Geschichte kein Einzelfall", beklagte die Politikerin. "Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um die Kinder der Ukraine zu unterstützen."
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