Vom Spalter zum Versöhner?
"Nur politisches Kalkül": Experte warnt vor vermeintlich versöhnlichem Trump
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
Spielt Trump das Attentat in seine Wahlkampf-Karten?
Videoclip • 10:03 Min • Ab 12
Mehreren US-Beobachter:innen zufolge will sich Trump nach dem Attentat versöhnlich zeigen. Im :newstime-Interview schildert der US-Experte Thomas Greven, warum er darin nur "politisches Kalkül" sieht.
Auch nach dem Attentat auf Donald Trump glaubt der USA-Experte Thomas Greven nicht an einen versöhnlichen Auftritt des Republikaners im weiteren US-Wahlkampf. "Man kann es sich wünschen, aber ich befürchte, dass unser Wunsch nicht in Erfüllung geht", warnte der Experte vom John-F.-Kennedy-Institut in Berlin am Montag (15. Juli) im Interview mit :newstime.
Zuvor hatte Trump selbst in einem Interview mitgeteilt, dass er seine für den Parteitag der Republikaner geplante angriffslustige Rede nach dem Attentat verworfen habe. Stattdessen wolle er versöhnliche Töne anschlagen. Greven jedoch sieht darin lediglich "politisches Kalkül" seitens des 78-Jährigen. "Es ist nur eine Momentaufnahme, fürchte ich", so der Experte.
Greven: "Das ist sein Instinkt"
Die Reaktion Trumps auf die Schüssezeigt Greven zufolge Trumps wahren Instinkt. "Er ist am Boden, er ist getroffen, und die Secret-Service-Agenten sind um ihn herum. Und trotzdem erkennt er instinktiv den Moment, ein ikonisches Foto zu erzeugen", schilderte er.
Der US-Präsidentschaftskandidat habe somit seine ohnehin schon aufgepeitschten Anhänger:innen weiter aufgepeitscht. "Das ist ja eigentlich sein Instinkt", fügte Greven hinzu. Ein Wandel Trumps vom Spalter zum Versöhner werde deshalb Fantasie bleiben, so der Experte.
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