Sozialversicherungen
Neue Pläne von Bas: Höhere Sozialabgaben für Gutverdiener ab 2026
Veröffentlicht:
von dpaDie Festlegung der Beitragsbemessungsgrenze ist an die Entwicklung von Löhnen und Gehältern gekoppelt. (Symbolbild)
Bild: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Die Einkommensgrenze, bis zu der Sozialbeiträge zu zahlen sind, wird jährlich neu festgelegt - analog zur Lohnentwicklung. Diese wird nun stark ansteigen, wie ein Entwurf vom Arbeitsministerium zeigt.
Menschen mit höheren Einkommen müssen im kommenden Jahr voraussichtlich mehr Geld an ihre Sozialversicherungen abführen. Dabei geht es um die Anhebung der sogenannten Bemessungsgrenze beim Einkommen, bis zu der Sozialbeiträge zu entrichten sind. Sie wird jährlich an die Lohnentwicklung angepasst. Den entsprechenden Verordnungsentwurf hat das Bundesarbeitsministerium unter Arbeitsministerin Bärbel Bas am Freitag zur Abstimmung an die anderen Ressorts geschickt. Der Entwurf, über den zuvor das Portal "Politico" berichtete, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
Was ist für die einzelnen Versicherungsarten vorgesehen?
In der allgemeinen Rentenversicherung soll die Beitragsbemessungsgrenze dem Entwurf zufolge von derzeit 8.050 Euro im Monat ab dem 1. Januar auf 8.450 Euro steigen.
In der gesetzlichen Krankenversicherung soll die Beitragsbemessungsgrenze demnach ebenfalls steigen - von monatlich 5.512,50 Euro in diesem Jahr auf 5.812,50 Euro im kommenden Jahr.
Die Versicherungspflichtgrenze, also die Grenze bis zu der Arbeitnehmer in der Regel gesetzlich krankenversichert sein müssen, soll gemäß der Planungen 2026 von aktuell 6.150 Euro Bruttomonatseinkommen auf dann 6.450 Euro pro Monat angehoben werden.
Was die Beitragsbemessungsgrenze ist
Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung ist der Höchstbetrag des Bruttoeinkommens, bis zu dem Beiträge zum gesetzlichen System der Alterssicherung, zu dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber beitragen, erhoben werden. Einkommen oberhalb dieser Grenze wird nicht für die Berechnung der Rentenversicherungsbeiträge herangezogen. Um die maßgebenden Werte der Rechengrößen der Sozialversicherung zu bestimmen, betrachtet man die Entwicklung der Löhne und Gehälter.
Weitreichendere politische Forderungen
Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis hatte im Juni in einem Interview vorgeschlagen, dass Gutverdiener mehr in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen. Konkret plädierte er für eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um rund 2.500 Euro, um die angespannte Finanzlage der Versicherungen zu stabilisieren. Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, plädierte neben Strukturreformen ebenfalls für eine Anhebung "stufenweise auf das Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung".
Mehr News

Präsidentschaftswahl
Lula oder Bolsonaro - Brasilien wählt: Das Ergebnis betrifft uns alle

Leiche in Waldstück entdeckt
19-Jährige getötet: Jetzt steht ihr Freund vor Gericht

Wegweisende Abstimmung
Nach drei Kriegsjahren: Netanjahu steht vor entscheidender Wahl

Tel Aviv
Zehntausende demonstrieren in Israel gegen Netanjahus Regierung

Baden-Württemberg
Fünf Verletzte bei Auffahrunfall auf der A 81 bei Möckmühl

Tragödie
Berlin-Reinickendorf: Feuerwehr findet Leiche in Kellerwohnung

Soziale Bewegung
Frankreich: Erneut protestieren Hunderttausende

Mythos-Wundermittel
Stiftung Warentest empfiehlt nur zwei Vitamin-D3-Produkte

Winterzeit beginnt
Winterzeit und innere Uhr: Warum wir nach der Umstellung müde sind


