Tschechiens Polizei bestätigt
Neonazi Marla Svenja Liebich nach Deutschland ausgeliefert
Veröffentlicht:
von Christopher Schmitt:newstime
Gericht: Neonazi Liebich soll ausgeliefert werden
Videoclip • 01:05 Min • Ab 12
Die Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist wieder in Deutschland. Nach Angaben der tschechischen Polizei fand die Auslieferung bereits statt. Wie geht es jetzt weiter?
Das Wichtigste in Kürze
Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist laut tschechischen Behörden wieder in Deutschland.
Sie wird zum Frauengefängnis Chemnitz gebracht, allerdings bleibt unklar, ob sie dort auch ihre Haftstrafe verbüßt.
Zunächst wird Liebich medizinisch untersucht – die weiteren Schritte obliegen der Staatsanwaltschaft Halle.
Die wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich befindet sich wieder in Deutschland. Wie die tschechische Polizei über die Plattform X mitteilte, wurde die 55-Jährige am Vormittag von Tschechien nach Deutschland überstellt. Ihr Ziel: das Frauengefängnis in Chemnitz, wo sie eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren absitzen soll.
Doch ob Liebich tatsächlich dort einsitzt, steht noch nicht fest. Nach ihrer Ankunft muss die Anstaltsleitung des Frauengefängnisses entscheiden, wo und wie die Verurteilte ihre Strafe verbüßt. Diese Entscheidung könnte brisant werden, denn Liebich hatte vor dem tschechischen Gericht wiederholt erklärt, sie fürchte um ihr Leben in einem deutschen Männergefängnis.
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Vom Fluchtversuch zur Festnahme
Eigentlich hätte Liebich ihre Haft bereits Ende August 2025 antreten sollen. Stattdessen tauchte sie unter und löste eine europaweite Fahndung aus. Erst im April dieses Jahres schnappte die Falle zu: Tschechische Beamt:innen nahmen die Gesuchte nahe der deutschen Grenze fest.
Was folgte, war ein juristisches Tauziehen. Das Landgericht in Pilsen ordnete Anfang Juni die Auslieferung an. Liebich wehrte sich mit Beschwerden – vergeblich. Das Oberlandesgericht in Prag wies ihre Einwände als unbegründet zurück.
Eine Vergangenheit voller Provokationen
Die in Merseburg geborene Liebich ist den Behörden seit Jahren ein Dorn im Auge. Seit 2014 organisierte sie regelmäßig Demonstrationen, häufig auf dem Marktplatz in Halle, die immer wieder zu Konfrontationen mit Gegendemonstranten führten. Im Juli 2023 verurteilte das Amtsgericht Halle die damals noch als Mann mit dem Vornamen Sven auftretende Person zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung.
Nach dem Urteil ließ Liebich ihr Geschlecht von männlich auf weiblich ändern und änderte ihren Namen von Sven in Marla Svenja. Kritiker:innen werteten dies als Provokation und sprachen von einem Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes.
Wie geht es jetzt weiter?
Sobald Liebich in Chemnitz eintrifft, wird sie medizinisch untersucht. Die Staatsanwaltschaft Halle, die in diesem Fall als Vollstreckungsbehörde fungiert, koordiniert die weiteren Schritte.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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