Gerüchte über Zerwürfnis mit Putin
Nach wochenlanger Abwesenheit: Russlands Außenminister Lawrow wieder aufgetaucht
Veröffentlicht:
von Max StrumbergerDer russische Außenminister Lawrow wird von Kritiker:innen für das Scheitern des Trump-Putin-Gipfels in Budapest verantwortlich gemacht.
Bild: SNA
Wochenlang war Sergej Lawrow abgetaucht, doch nun meldet sich der russische Außenminister zurück. In einer Rede thematisierte er die Ukraine-Krise und kritisierte die USA.
Das Wichtigste in Kürze
Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist zurück auf der politischen Bühne.
Nach Gerüchten über Spannungen mit Putin äußerte er sich nun zur Ukraine-Krise und hob Trumps Dialogbereitschaft hervor.
Lawrow verteidigte erneut Russlands Kritik an der NATO-Osterweiterung.
Nach wochenlanger Abwesenheit ist der russische Außenminister Sergej Lawrow wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten und hat damit Spekulationen über seinen Verbleib und mögliche Spannungen mit Präsident Wladimir Putin vorerst beendet. Sein Fehlen bei einem wichtigen Treffen des russischen Sicherheitsrats hatte Gerüchte über ein Zerwürfnis zwischen den beiden hochrangigen Politikern angeheizt.
Lawrow wurde von einigen Kreisen für das Scheitern des Trump-Putin-Gipfels in Budapest verantwortlich gemacht, was seine Position innerhalb der russischen Führung weiter geschwächt haben könnte. Beobachter:innen fragten sich, ob Lawrow dadurch in Ungnade gefallen sei – ein Schicksal, das in den vergangenen Jahren für viele hochrangige Persönlichkeiten in Russland mit fatalen Konsequenzen endete - beispielsweise mysteriösen Stürzen aus Fenstern.
Lawrow wiederholt russische NATO-Rhetorik
In einer überraschenden Stellungnahme äußerte sich Lawrow nun zur Rolle der USA im Ukraine-Krieg. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass betonte er, dass er hoffe, Washington werde keine Maßnahmen ergreifen, die den Konflikt weiter eskalieren könnten. Dabei hob er hervor, dass der frühere US-Präsident Donald Trump stets den Dialog mit Russland gesucht und sich um eine friedliche Lösung bemüht habe. Lawrow nutzte die Gelegenheit, um erneut die russische Sichtweise auf die NATO-Osterweiterung zu verteidigen.
Er erklärte, dass Trump Verständnis für die russischen Bedenken gezeigt habe, insbesondere in Bezug auf die Stationierung von NATO-Militärinfrastruktur an Russlands Grenzen. "Seit zwei Jahrzehnten warnt Präsident Wladimir Putin vor den Gefahren dieser Politik", sagte Lawrow laut Reuters. Mit diesen Aussagen knüpfte er an die altbekannte Rhetorik Moskaus an, die das Handeln Russlands als Reaktion auf westliche Provokationen darstellt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
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