Ukraine-Krieg
Nach Treffen mit US-Vertreter Witkoff: Putin setzt auf Geheimhaltung
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Keine Annäherung bei Ukraine-Gesprächen
Videoclip • 33 Sek • Ab 12
Fünf Stunden lang dauerte das Treffen zwischen Witkoff und dem russischen Präsidenten. Eine Einigung gab es offenbar nicht. Und auch sonst hält der Kreml sich bedeckt.
Der Kreml besteht auf Geheimhaltung von Details der Gespräche mit den USA über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges. "Je stiller diese Gespräche geführt werden, desto produktiver sind sie", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach einem langen Treffen von Präsident Wladimir Putin mit US-Unterhändlern in Moskau. "An dieses Prinzip werden wir uns halten, und wir hoffen, dass unsere amerikanischen Gegenüber sich auch an dieses Prinzip halten", sagte er der Nachrichtenagentur Tass zufolge.
Peskow: Keine Ablehnung des US-Friedensplans
Zwar brachte das Gespräch am Dienstagabend (2. Dezember) keine Einigung, Peskow wollte dies aber nicht als Ablehnung des US-Friedensplans verstanden wissen. "Wir sind bereit, uns so oft zu treffen, wie nötig, um eine Friedensregelung zu erreichen", sagte er. Auch ein weiteres Telefonat Putins mit US-Präsident Donald Trump könne jederzeit organisiert werden.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte bei seinem sechsten Treffen mit Putin den Stand der US-Überlegungen für einen Frieden erläutert. Erstmals wurde er im Kreml von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner begleitet.
Auch Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte nach dem fünfstündigen Treffen, es sei noch kein Kompromiss gefunden worden. "Einige der amerikanischen Vorschläge scheinen mehr oder weniger annehmbar, aber man muss über sie beraten", sagte er Tass zufolge. Andere Formulierungen seien für Moskau nicht annehmbar. Ein Knackpunkt scheint demnach die verlangte Abtretung ukrainischer Gebiete zu sein. Putin fordert den ganzen Donbass, obwohl seine Armee nicht alle Teile des Gebiets kontrolliert. Kiew lehnt die Preisgabe ab.
US-Unterhändler flogen direkt nach Hause
Als diplomatischen Punktgewinn verbucht der Kreml, dass Witkoff und Kushner nach dem Treffen im Kreml nicht mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sprachen, sondern zu Trump in die USA flogen. "Sie haben uns versprochen, nach Hause nach Washington zurückzukehren", sagte Uschakow. Moskau legt großen Wert auf den direkten Kontakt mit den USA; die Ukraine wird nicht als Gesprächspartner anerkannt.
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Markenprodukte vorn
Diese Winterreifen schneiden im AvD-Test am besten ab

SkylineTV
Wegen Aneurysma: Twitch-Streamer Adam Wolke stirbt mit 36 Jahren

Vor Midterms
Trump auf Wählerfang: Milliarden-Versprechen soll Bauern anlocken

Union abgeschlagen
Sonntagsfrage sieht AfD einsam an der Spitze: Union hängt hinterher

Verschollene Flugpionierin
Verschwinden von Amelia Earhart: Spur bringt neue Erkenntnis

Kaloriengehalt und Nährwert
Knäckebrot statt Brot: Ist die Alternative wirklich gesünder?

