Etwa 30.000 Soldaten
Militärübung "Westen 2025": Russland und Belarus trainieren für Ernstfall
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von dpaIm Jahr 2021 waren bei der einwöchigen Übung "Sapad-2021" rund 200.000 Soldaten im Einsatz. (Archivbild)
Bild: Vadim Savitskiy/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa
Nach dem Drohnen-Abschuss über Polen ist Russlands Verhältnis zum Westen angespannter denn je. Nun startet das gemeinsame Großmanöver "Sapad 2025" mit Belarus - und rund 30.000 Soldaten.
Das Wichtigste in Kürze
Russland und Belarus haben mit ihrem gemeinsamen Großmanöver "Sapad 2025" - deutsch: "Westen 2025" begonnen.
Westliche Schätzungen gehen von 30.000 Soldaten bei der groß angelegten Militärübung aus - 8.000 sollen auf belarussischem Boden trainieren.
Minsk ließ zuletzt verlauten, dass der Umfang des Manövers verringert und Teile der Übungen ins Landesinnere verlegt würden, um die Spannungen mit den westlichen Nachbarländern zu senken.
Vor dem Hintergrund massiver Spannungen mit dem Westen hat am Freitagmorgen (12. September) das gemeinsame Großmanöver von Belarus und Russland begonnen. Schauplätze der Übung namens Sapad 2025 ("Westen 2025") sind Truppenübungsplätze in Belarus und Russland sowie die Ostsee und die Barentssee, heißt es einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Moskau. Trainiert werden solle das Zusammenwirken verschiedener Truppenteile, besonders zwischen Kommandeuren und Stäben bei der gemeinsamen Abwehr einer Bedrohung.
Nach Angaben aus Moskau nehmen an der Übung auch Beobachter:innen und Truppenkontingente anderer Partnerländer Russlands teil. Das betrifft speziell den von Russland dominierten Militärblock OVKS und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit.
Keine offiziellen Angaben zur Truppenstärke
Zur Zahl der eingesetzten Soldaten und Truppenverbände hat Moskau keine offiziellen Angaben gemacht. Nach westlichen Schätzungen sind insgesamt etwa 30.000 Soldaten involviert, davon etwa 8.000 Soldaten auf belarussischem Boden.
Aus Minsk hieß es zuletzt, dass der Umfang des Manövers verringert und Teile der Übungen ins Landesinnere verlegt würden, um die Spannungen mit den westlichen Nachbarländern zu senken. Beim Manöver soll aber auch die Mittelstreckenrakete Oreschnik getestet werden, die potenziell Atomsprengköpfe tragen kann.
Im Vergleich zu früheren Übungen ist das Manöver relativ klein. 2021 nahmen rund 200.000 Soldaten an der Übung teil. Die anschließend in den westlichen Landesteilen Russlands und in Belarus verbliebenen Truppenteile starteten im Februar 2022 dann den Angriff auf die Ukraine. Wegen des weiterhin dort laufenden Konflikts sind die Reserven für Übungen begrenzt.
Spannungen sind groß
Die Beziehungen Russlands zur EU und NATO sind stark angespannt, weil erst in dieser Woche über Polen mehrere russische Drohnen aufgetaucht und dann abgeschossen wurden. Polen und Litauen haben daraufhin den Luftraum geschlossen
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