Spott und Häme

Pfeifkonzert und Buhrufe für Merz: Kanzler gerät während DGB-Rede massiv unter Druck

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Umfrage: Kanzler Merz unbeliebt wie nie (11. April)

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


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Friedrich Merz erlebt beim DGB-Kongress einen frostigen Empfang. Seine Reformpläne stoßen im Saal auf offenen Widerstand – es herrscht eine eiskalte Stimmung im Saal.

Das Wichtigste in Kürze

  • Friedrich Merz hat beim DGB für harte Sozialreformen geworben.

  • Viele Delegierte reagieren mit offenem Protest.

  • Pfiffe und Buhrufe begleiteten die Rede des Kanzlers.

Es sind Momente, die hängen bleiben: Kaum hat Bundeskanzler Friedrich Merz seine zentralen Sätze zu Rente, Sozialstaat und Reformen ausgesprochen, brandet im Saal lauter Protest auf. Pfiffe hallen durch den Raum, Buhrufe mischen sich mit Gelächter.

Der Kanzler stand am Dienstagmorgen (12. Mai) am Rednerpult des DGB-Bundeskongresses – und kämpfte gegen eine Wand aus Ablehnung an. Was als Dialog begonnen hatte, entwickelte sich schnell zu einem politischen Stresstest.

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Merz streckt DGB die Hand aus

Dabei hatte Merz versöhnlich angesetzt. Er betonte die Bedeutung der Gewerkschaften und sagte gleich zu Beginn: "Ohne Sie geht es nicht, und dazu möchte ich mich ausdrücklich bekennen".

Doch spätestens als der Kanzler auf die aus seiner Sicht notwendigen Sozialreformen zu sprechen kam, kippte die Atmosphäre. Sparmaßnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung lösten die ersten Zwischenrufe aus. Als Merz wenig später die anstehende Rentenreform als das "härteste Brett" bezeichnete, eskalierte die Stimmung endgültig.

"Bösartigkeit"-Aussage sorgt für Raunen im Saal

Der Satz, der den Saal zum Kochen brachte, fiel mitten in diese Passage: Die Reformen seien "keine Bösartigkeit" des Kanzlers oder der Regierung. "Das ist Demografie und Mathematik", betonte er. Was folgte, war ein hemmungsloses Pfeifkonzert. Delegiert:innen lachen höhnisch, Buhrufe unterbrachen den Kanzler immer wieder. Die Geräuschkulisse riss auch in den folgenden Minuten nicht ab und begleitete weite Teile der Rede.

Inhaltlich blieb der Kanzler unbeirrt. Ohne Wirtschaftswachstum lasse sich der Sozialstaat nicht sichern, betonte er. Deutschland habe es über Jahre versäumt, sich zu modernisieren. Man könne nicht einfach weitermachen wie bisher, sagt Merz – der Platz für politische Gestaltung sei "nicht die Bremse". Auch die Aktienrente verteidigt er gegen die lautstarke Kritik: Sie sei keine Bedrohung, sondern eine Chance und ein Gewinn für Arbeitnehmer:innen. Doch erneut schlugen ihm Pfiffe entgegen.

Auch in den News:

Merz appelliert an Gewerkschafter

Trotz der massiven Unruhe versucht Merz, den Schulterschluss zu suchen. Er appelliert an die Gewerkschaften, die Reformen konstruktiv zu begleiten und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Sein Ziel, sagt er zum Ende hin, sei ein Land, in dem das Lebensgefühl wieder stimme.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.

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