US-Parteien
"Lächerlich": Trump spottet über Musk-Partei
Aktualisiert:
von Rebecca RudolphUS-Präsident Donald Trump.
Bild: Alex Brandon/AP/dpa
Elon Musk will mit einer neuen Partei das politische System der USA aufbrechen. Donald Trump verspottet die Idee als "lächerlich" und warnt vor Verwirrung.
Das Wichtigste in Kürze
Trump nennt Musks Parteipläne "lächerlich" und pocht auf das bewährte Zweiparteiensystem aus Republikanern und Demokraten.
Musk kritisiert beide Parteien als korrupt und will mit der "America Party" eine Alternative schaffen.
Der Bruch zwischen Trump und Musk eskalierte im Juni nach Differenzen über Trumps Haushaltspolitik.
US-Präsident Donald Trump hat die Pläne von Tech-Milliardär Elon Musk für eine neue Partei als "lächerlich" bezeichnet. Vor Journalisten am Flughafen Bedminster nannte er die Idee auf Nachfrage "lächerlich":
Ich denke, es ist lächerlich, eine dritte Partei zu gründen. Wir haben mit der Republikanischen Partei einen enormen Erfolg.
Auch auf seiner Plattform Truth Social teilte Trump aus - Musk sei völlig "entgleist".
Trump: würde Verwirrung stiften
Der Präsident betonte, er halte am bisherigen Zweiparteiensystem aus Republikanern und Demokraten fest. Zwar seien die Demokraten vom Kurs abgekommen, aber: "Es war schon immer ein Zweiparteiensystem." Eine zusätzliche Partei würde lediglich zu "Verwirrung" führen, so Trump. Über Musk sagte er weiter: "Er kann seinen Spaß damit haben, aber es sei lächerlich."
Musk hingegen verfolgt mit seiner geplanten America Party ein klares Ziel: Er will das etablierte System aus Republikanern und Demokraten aufbrechen. Beide Parteien, so seine Kritik, seien sich inhaltlich zu ähnlich und schadeten den USA gleichermaßen. "Wenn es darum geht, das Land durch Verschwendung und Bestechung in den Bankrott zu treiben, dann leben wir in einem Einparteiensystem, nicht in einer Demokratie", erklärte Musk seine Ambitionen für eine neue Partei.
Höhepunkt einer Fehde
Musks Ankündigung am Samstag (5. Juli) stellt den bisherigen Höhepunkt des offenen Machtkampfs mit Donald Trump dar. Noch vor einiger Zeit galten die beiden als enge Verbündete: Musk unterstützte Trumps Wahlkampf mit über 250 Millionen Dollar und erhielt nach dessen Amtsantritt zeitweise Einfluss auf Maßnahmen zur Kostensenkung in der Verwaltung. Doch Anfang Juni eskalierte der Streit, ausgelöst durch Trumps haushaltspolitische Pläne, die Musk entschieden ablehnt.
De facto Zweiparteiensystem in den USA
Im Gegensatz zu Deutschland, wo mehrere Parteien in Koalitionen regieren und der Bundestag ein breites politisches Spektrum abbildet, dominieren in den USA traditionell zwei große Lager die Politik: Trumps Republikaner auf der einen und die Demokraten auf der anderen Seite.
Es existieren zwar auch andere Parteien, aber de facto herrscht ein Zweiparteiensystem. Kleinere Parteien haben im US-amerikanischen Mehrheitswahlsystem so gut wie keine Chance auf bedeutenden politischen Einfluss. Am Ende zählt nur der Gewinner, während Stimmen für unterlegene Kandidaten praktisch wirkungslos bleiben. Vor diesem Hintergrund bleibt fraglich, wie realistisch Musks Pläne tatsächlich sind.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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