Ukraine-Krieg
Kushner und Witkoff wollen in Moskau und Kiew vermitteln
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von Michael Reimers:newstime
So erleben Zivilisten den Ukraine-Krieg
Videoclip • 01:52 Min • Ab 12
Die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner werden an diesem Wochenende nach Russland und in die Ukraine reisen, um die Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder aufzunehmen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Besuch der US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner am Sonntag (6. September) in Kiew angekündigt. Es sei heute besprochen worden, dass Steve Witkoff und Jared Kushner erst Moskau besuchen und am Sonntag nach Kiew reisen werden, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine bereite sich darauf vor.
US-Präsident Donald Trump bestätigte im Weißen Haus auf Reporternachfrage, dass er seine beiden Unterhändler entsandt habe. Konkrete Daten nannte er dabei nicht, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) weiter. Sie würden einen Vorschlag mitbringen, um den Ukraine-Krieg zu beenden, sagte Trump – auch in diesem Fall, ohne ins Detail zu gehen. "Wir haben sie dorthin geschickt, um zu prüfen, ob wir etwas erreichen können." Wie bereits bei vorherigen Vermittlungsbemühungen seines Landes in dem Krieg gab sich Trump optimistisch, dass das gelingen könnte. Ein echter Durchbruch wurde dabei bislang aber nicht erreicht.
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US-Vermittler auf schwieriger Mission
Selenskyj kündigte an, dass Kiew, "wie es bei vorherigen diplomatischen Besuchen der US-Seite war", den normalen Betrieb des russischen Luftraums für den Besuch gewährleiste. Von ukrainischer Seite werde es keine Luftangriffe geben, Russland müsse spiegelbildlich reagieren, sagte er. Zuvor hatte es bereits unbestätigte Berichte darüber gegeben, dass der US-Sondergesandte Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Kushner, planen sollen, am Samstag nach Moskau und am Sonntag nach Kiew zu reisen.
Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf mit den diplomatischen Bemühungen vertraute Beamt:innen, es werde erwartet, dass die US-Vermittler zuerst Russlands Präsidenten Wladimir Putin und dann Selenskyj treffen würden. Demnach zogen sich Verhandlungen über die Reise wochenlang. Die USA hätten darauf bestanden, dass die Ukrainer ihre Drohnenangriffe auf Moskau und die russische Energieinfrastruktur vorübergehend einstellen, solange sich Witkoff und Kushner in Russland aufhalten. Die Russen müssten ihre Raketenangriffe auf Kiew stoppen, schrieb die Zeitung.
Ukraine-Krieg seit Iran-Krieg für USA weniger wichtig
Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte am Nachmittag der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge auf die Frage, wann Witkoff und Kushner in Moskau erwartet würden, geantwortet: "Ich werde nichts ankündigen. Wenn diese Kontakte stattfinden, werden wir darüber informieren."
Witkoff und Kushner sind in der Trump-Regierung für die Bemühungen um ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zuständig. In den vergangenen Monaten lagen die Gespräche allerdings auf Eis, weil Washington sein Augenmerk auf den Krieg gegen den Iran richtete. Die US-Vermittler haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren aber für ihre Vermittlungsbemühungen noch nie in Kiew. Zuletzt saß Washington im Februar als Vermittler am Tisch bei direkten Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew in der Schweiz.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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