Am Flughafen

Kampfjets über Hamburg: Bundeswehr übt auf ziviler Infrastruktur

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Europas Kampfjet-Projekt gescheitert

Videoclip • 01:51 Min • Ab 12


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Parallel zum regulären Flugbetrieb trainieren sechs Tornado-Kampfflugzeuge der Bundeswehr am Hamburger Flughafen. Sie sollen auf ziviler Infrastruktur üben.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am Flughafen Hamburg trainieren in dieser Woche sechs Tornados.

  • Für Fluglärm-Beschwerden gibt es eine Hotline der Bundeswehr.

  • Am heutigen Freitag wurde der Sicherheitsbereich am Airport geräumt.

Seit einigen Tagen ist es am Hamburger Flughafen lauter als sonst. Bis zum heutigen Freitag (12. Juni) sind am zivilen Helmut-Schmidt-Airport sechs Tornado-Kampfflugzeuge der Bundeswehr stationiert, die zwischen 9.00 und 18.00 Uhr parallel zum normalen Flugbetrieb Starts und Landungen üben.

Jeweils morgens und nachmittags sind bei der Übung "Dispersed Operations 2026 – Panther Shield" bis zu vier Tornados im Einsatz, um ihr übliches Trainingsprogramm abzuspulen.

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Übungen auf ziviler Infrastruktur

Für die Logistik und Wartung seien rund 100 Soldat:innen vom eigentlichen Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein abgeordnet, sagte Geschwader-Kommodore, Oberst Jens Schumacher. Ziel der Übung sei, die Zusammenarbeit der zivilen Partner und der Bundeswehr zu verstärken, "um in einem Verteidigungsfall oder Ernstfall flexibel reagieren zu können".

Luftstreitkräfte zeichne aus, dass sie agil und flexibel seien. Und dazu gehörten auch Übungen auf ziviler Infrastruktur, sagte Oberst Schumacher. Und dass die Abschreckungsfähigkeit im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung gestärkt werden müsse, "können Sie tagtäglich in den Nachrichten verfolgen". Schumacher wies aber auch darauf hin, dass die Tornados ohne Waffen trainieren.

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Sicherheitsbereich am Airport geräumt

Die für den Flughafen zuständige Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) sagte, zivile Flughäfen seien im Ernstfall wichtige Start- und Landeoptionen. Es gehe vor allem darum, die Abläufe zu proben, insbesondere die Logistik. Der Flughafen stehe ausdrücklich für solche Zwecke zur Verfügung.

Kritisch äußerten sich dagegen der Umweltverband BIG Fluglärm und die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF). Fluglärmschutz dürfe nicht dort enden, wo militärische Interessen beginnen, sagte der Hamburger BIG-Vorsitzende und BVF-Vize, Martin Mosel. Für Beschwerden im Zusammenhang mit dieser Übung hat die Bundeswehr unter 0800 – 8620730 eine Hotline eingerichtet. 

Wegen einer "polizeilichen Lage" wurde unterdessen der Sicherheitsbereich des Airports geräumt. Hier liest du alles zum großen Polizeieinsatz am Hamburger Flughafen am heutigen Freitag.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

hamburg-airport.de: Nachbarschaft

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