Verteidigungsbündnis

Wegen Jemen-Krieg: Türkei und Pakistan stationieren Truppen in Saudi-Arabien

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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Iran trifft wichtige Pipeline in Saudi-Arabien (12. September)

Videoclip • 01:40 Min • Ab 12


Der Jemen-Krieg eskaliert und Saudi-Arabien braucht die Hilfe von seinen Verbündeten. Die sollen Streitkräfte ins Königreich schicken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Saudi-Arabien wird durch Angriffe der Huthi-Miliz bedroht.

  • Die Verbündeten Pakistan und Türkei wollen Truppen zur Unterstützung schicken.

  • Nur Saudi-Arabien ist an den Kämpfen beteiligt.

Der Druck auf Saudi-Arabien im Jemen-Krieg wird größer. Das Königreich hat eine Dringlichkeitssitzung in Riad einberufen, um sich mit seinen Verbündeten zu beraten. Demnach werden Pakistan und die Türkei militärische Streitkräfte und Kapazitäten nach Saudi-Arabien verlegen. Das teilten die drei Länder, die den Mekka-Verteidigungspakt bilden, mit.

Auch in den News:

Pakistan und Türkei schicken Truppen

Das gemeinsame Verteidigungsbündnis wird nun praktisch umgesetzt. Militärkräfte sollen rasch in Saudi-Arabien stationiert werden. In welchem Ausmaß Soldaten und Gerät geschickt werden, ist nicht bekannt. Hintergrund sind die Bedrohungen, denen das Königreich gegenübersteht.


Huthi-Miliz rückt im Jemen vor

Im September wurde Saudi-Arabiens wichtige Ost-West-Pipeline mit Drohnen angegriffen und stillgelegt. Gleichzeitig stößt die Huthi-Miliz im Jemen an die Küste des Roten Meeres vor und kontrolliert die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Zudem wurden saudische Ölanlagen und Städte von den Huthis angegriffen.


Beistandsklausel wie im NATO-Vertrag

Saudi-Arabien hofft jetzt auf die Unterstützung seiner Verbündeten. Im August hatten das Königreich, Pakistan und die Türkei den Mekka-Verteidigungspakt unterzeichnet. Ähnlich wie im NATO-Vertrag enthält dieser eine Beistandsklausel - ein Angriff auf ein Land wird als Angriff auf alle gewertet.

Pakistan und die Türkei werden sich nicht aktiv an den Kämpfen im Jemen beteiligen. Beide Staaten seien aber im Einsatzgebiet präsent, etwa zur Aufklärung, sagte der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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