Zoff mit Medien
Nach Epstein-Bericht: Trump verschärft Mega-Klage gegen "Wall Street Journal"
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von Emre Bölükbasi:newstime
Trump feiert Gesundheitscheck als "perfekt" (27. Mai)
Videoclip • 01:01 Min • Ab 12
Nach einer ersten juristischen Niederlage hat US-Präsident Trump eine erneuerte Klage gegen das "Wall Street Journal" eingereicht. Im Zentrum steht ein brisantes Schreiben an den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
Das Wichtigste in Kürze
Trump verklagt das "Wall Street Journal" wegen eines angeblichen Epstein-Glückwunschschreibens.
Er fordert einen Milliarden-Schadensersatz.
Die erste Klage wurde im April abgewiesen.
Der Rechtsstreit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem "Wall Street Journal" eskaliert weiter. Am Mittwoch (27. Mai) reichte der Republikaner eine überarbeitete Klage gegen die Herausgeber:innen der renommierten Wirtschaftszeitung ein.
Zuvor hatte Trump bereits eine erste Version der Klage eingereicht, doch diese war im April von einem Gericht vorläufig abgewiesen worden.
Im Kern des Konflikts steht die Veröffentlichung eines angeblichen Gratulationsschreibens an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Trump wirft dem Blatt Verleumdung vor und fordert einen Schadenersatz in Milliardenhöhe. Die Zeitung hatte 2025 über ein mutmaßliches Glückwunschschreiben zum 50. Geburtstag Epsteins im Jahr 2003 berichtet, das Trumps Namen trägt. In dem Brief mit anzüglichem Inhalt sollen mit einem Marker die Umrisse eines Frauenkörpers gezeichnet worden sein.
Richter sah keine „böswillige Absicht"
Im April hatte Richter Darrin P. Gayles die ursprüngliche Klage zurückgewiesen. Seine Begründung: Trump habe nicht plausibel darlegen können, dass die Zeitung mit der Veröffentlichung in "böswilliger Absicht" gehandelt habe. Bestimmte Kriterien seien zudem "bei weitem" nicht erfüllt worden.
Auch in den News:
In der nun eingereichten überarbeiteten Fassung behauptet Trump, das "Wall Street Journal" habe in mehreren Punkten böswillig gehandelt. Zudem verweist die Klage darauf, dass der Präsident eine Beteiligung an dem Brief mehrfach dementiert habe. "Ich zeichne keine Bilder von Frauen", hatte Trump bereits zuvor betont.
Teil einer breiteren Offensive gegen Medien
Der Fall reiht sich ein in Trumps systematischen Feldzug gegen Zeitungen und Fernsehsender. Die britische Rundfunkanstalt BBC verklagte er wegen eines irreführenden Zusammenschnitts einer seiner Reden zuletzt auf insgesamt zehn Milliarden US-Dollar. Auch gegen die "New York Times" reichte Trump bereits mehrfach Klagen ein und warf ihr Diffamierung vor.
Das "Wall Street Journal" zählt zum Medienimperium des Moguls Rupert Murdoch. Der 2019 in Haft gestorbene Epstein betrieb über Jahre einen Missbrauchsring, dem eine bis heute unbekannte Zahl von Frauen und Mädchen zum Opfer fiel.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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