Naher Osten

Iran-Ticker: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad laut Bericht getötet

Aktualisiert:

von dpa

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Flughafen Dubai: Tausende sitzen fest

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


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Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran attackiert Teheran US-Militärbasen in der Region. Irans Staatsoberhaupt Ali Chamenei wurde getötet, auch Ex-Präsident Ahmadinedschad soll getötet worden sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Nahen Osten hat ein weiterer Krieg begonnen: Israel und die USA haben den Iran angegriffen.

  • Der Iran beschießt seitdem Israel und US-Militärstützpunkte in den arabischen Golfstaaten.

  • Irans geistliches Oberhaupt Ali Chamenei ist getötet worden.

+++ Update 16:14 Uhr +++

Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet

Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt.

Ahmadinedschad führte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise führten.

Sein Versuch, die Befugnisse des gewählten Präsidenten gegenüber dem Klerus zu erweitern – insbesondere durch den offenen Konflikt um das Geheimdienstministerium 2011 – führte zum Bruch mit dem Obersten Führer. In den Folgejahren wurde er politisch marginalisiert; der Wächterrat schloss ihn 2017, 2021 und 2024 von den Präsidentschaftswahlen aus.

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+++ Update 14:28 Uhr +++

Tausende Reisende sitzen in Golfregion fest

Flüge fallen aus, Kreuzfahrten werden gestoppt: Nach Raketenangriffen sitzen Tausende Tourist:innen in Nahost fest. Durch den Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran sind am Wochenende auch viele deutsche Reisende im Nahen Osten und anderen Weltregionen gestrandet. An Flughäfen und auch auf Kreuzfahrtschiffen vor allem in der Golfregion ging nichts mehr. An den beiden großen Flughäfen von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten - am internationalen Flughafen DXB und am Al Maktoum Airport (DWC) - wurde der Flugverkehr bis auf Weiteres ausgesetzt.

+++ Update 12:56 Uhr +++

Papst sieht Nahen Osten vor dem "Abgrund"

Papst Leo XIV. hat angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran und dessen Gegenschlägen eine Rückkehr zur Diplomatie verlangt. Das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken sprach zum Abschluss seines Sonntagsgebets im Vatikan von einer "Tragödie von enormem Ausmaß". "Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen erreichen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod säen, sondern nur durch einen vernünftigen, verantwortungsvollen und authentischen Dialog."

Vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz mahnte der Pontifex alle Beteiligten, "moralische Verantwortung" zu übernehmen. Die Spirale der Gewalt müsse beendet werden, "bevor sie zu einem unwiderruflichen Abgrund wird". Leo schloss mit den Worten: "Möge die Diplomatie ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker gefördert werden."

+++ Update 11:25 Uhr +++

Peseschkian bezeichnet Tötung Chameneis als Kriegserklärung

Irans Präsident Massud Peseschkian hat die gezielte Tötung von Religionsführer Ali Chamenei als offene Kriegserklärung bezeichnet. Diese richte sich gegen alle Muslime, insbesondere aber gegen alle Schiit:innen weltweit. Peseschkian erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna: "Der Iran betrachtet die Vergeltung und Blutrache an den Tätern und Drahtziehern dieses Verbrechens als Pflicht und legitimes Recht." Chamenei sei ein "Märtyrer", dessen Standhaftigkeit ihn in die Geschichtsbücher eingeschrieben habe.

Weltweit gibt es rund zwei Milliarden Muslime. Eine große Mehrheit von 85 bis 90 Prozent sind Sunnit:innen. Schiit:innen machen mit rund 10 bis 15 Prozent die zweitgrößte Glaubensrichtung im Islam aus.

+++ Update 10:39 Uhr +++

Angriff auf Öltanker vor Küste Omans

Vor der Küste des Golfstaats Oman ist nach staatlichen Angaben ein Öltanker angegriffen worden. Der Tanker "Skylight" sei etwa neun Kilometer vor der omanischen Küste bei Musandam attackiert worden, meldete die Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf das omanische Zentrum für maritime Sicherheit. Dabei seien vier Personen verletzt worden. Die 20-köpfige Besatzung des Schiffs unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau sei evakuiert worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Der Vorfall ereignete sich nahe der Straße von Hormus. Die iranische Nachrichtenagentur hatte gestern gemeldet, dass die iranischen Revolutionsgarden den Schiffsverkehr der strategisch wichtigen Meerenge eingeschränkt haben. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt wurde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten, hieß es.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

+++ Update 10:05 Uhr +++

Dubai meldet Verletzte und Schäden nach Beschuss

In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emirate sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in die Höfe von zwei Wohnhäusern gefallen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Explosionsgeräusche in der Stadt seien auf Abfangraketen zurückzuführen, hieß es weiter.

Bereits am Samstag war es im Zuge der aktuellen Eskalation zu einem Feuer am bekannten Luxushotel Burj al Arab gekommen. In Behördenangaben war von einem "kleinen Brand" die Rede. Ein Video zeigte aber, dass es an der Außenwand des mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzers über mehrere Stockwerke hinweg brannte.

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat laut einem Bericht der "New York Times" eine wichtige Rolle vor dem Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gespielt. Die US-Zeitung berichtete unter Berufung auf mehrere nicht genannte Personen, die mit dem Einsatz vertraut sein sollen, der Auslandsgeheimdienst habe Chamenei über Monate verfolgt und dabei Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt.

Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller stattfinden sollte und sich Chamenei dort aufhalten würde. Daraufhin sollen die USA und Israel den Zeitpunkt ihrer Angriffe auf den Iran angepasst haben. Ursprünglich sei laut dem Zeitungsbericht geplant gewesen, nachts anzugreifen.

Irans Staatsmedien hatten in der Nacht zum Sonntag bestätigt, dass Chamenei getötet wurde. Dies hatte zuvor bereits US-Präsident Donald Trump verkündet.

+++ Update 8:48 Uhr +++

Nach Chameneis Tod: Explosionen erschüttern Doha

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei durch amerikanisch-israelische Angriffe sind in den arabischen Golfstaaten erneut Explosionen zu hören. Augenzeugen in der katarischen Hauptstadt Doha zufolge waren am Morgen mehrere Knallgeräusche zu hören. Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in Doha..

Nach Angaben des Innenministeriums sei in einem Industriegebiet beim Abfangen einer Rakete ein kleiner Brand durch herabfallende Trümmerteile entfacht worden. Es seien keine Verletzten gemeldet worden.

Auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain wurden Explosionen gemeldet. Augenzeugen berichteten von mindestens vier lauten Knallgeräuschen. Auf Social Media wurden in dem Zuge Bilder eines getroffenen und beschädigten Hotels in Manama verbreitet. Sie ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Teheran gestern mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen.

+++ Update 7:35 Uhr +++

Trump: US-Reaktion in "einer noch nie zuvor gesehenen Stärke"

US-Präsident Donald Trump hat den Iran nach den amerikanisch-israelischen Luftangriffen vor Vergeltungsschlägen gewarnt. "Das sollten sie besser nicht tun", schrieb der Republikaner in Großbuchstaben auf der Plattform Truth Social. Sollte das passieren, werde man "mit einer noch nie zuvor gesehenen Stärke" zurückschlagen.

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen hatten die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen. "In Kürze werden die größten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen", hieß es in einer Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik.

+++ Update 6:02 Uhr +++

Chamenei-Berater: Ein Trio soll Iran vorübergehend führen

Im Iran soll nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber.

Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber.

+++ Update 4:11 Uhr +++

Schah-Sohn Pahlavi bringt sich als Interimsführer ins Spiel

Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, hat sich nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei erneut als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht. "Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten", schrieb er in einem Meinungsbeitrag in der "Washington Post". Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. "Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf", schrieb er weiter.

Pahlavi betonte, dass der Iran nicht die Fehler wiederholen wolle, die dem Irak-Krieg gefolgt seien. "Es wird keine Auflösung von Institutionen, kein Machtvakuum, kein Chaos geben", schrieb er weiter. "Ein demokratischer Iran würde den Nahen Osten grundlegend verändern und einen der beständigsten Krisenherde der Welt in eine Stütze regionaler Stabilität verwandeln", zeigte sich Pahlavi zuversichtlich. Ferner stellte er in Aussicht, den Erzfeind Israel "sofort anzuerkennen".

+++ Update 3:20 Uhr +++

Irans Revolutionsgarden kündigen Rache an

Irans Revolutionsgarden haben Rache für den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei angekündigt. "Die Mörder des Imams der Nation werden einer harten, entschiedenen und abschreckenden Strafe nicht entgehen", heißt es in einer von der libanesischen Hisbollah-Miliz verbreiteten Erklärung der Elitestreitmacht des Irans.

Die Revolutionsgarden, die Streitkräfte der Islamischen Republik und die Basidsch-Milizen würden "inneren und äußeren Verschwörungen entschieden entgegentreten" und die Aggressoren "mit einer abschreckenden und beispielhaften Antwort bestrafen", heißt es in der Erklärung weiter. Alle Teile der Gesellschaft werden darin aufgerufen, sich an der Landesverteidigung zu beteiligen und vor der Welt "Solidarität und nationale Einheit zu demonstrieren".

+++ Update 1. März, 2:55 Uhr +++

Iranische Staatsmedien bestätigen Tod Chameneis

Iranische Staatsmedien haben den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Er sei als "Märtyrer" getötet worden, berichteten unter anderem die iranischen Nachrichtenagenturen Irna und Fars.

+++ Update 22:47 Uhr +++

Trump: Chamenei ist tot

Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, ist nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump tot. Trump bezeichnet Chamenei auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social als "einen der bösartigsten Menschen der Geschichte". Viele Angehörige der Revolutionsgarden, der Armee und der Polizei im Iran wollten nicht mehr kämpfen und suchten nach Immunität durch die USA, fügt Trump hinzu. Dies sei die größte Chance für das iranische Volk, sich sein Land zurückzuholen. Die Bombardierungen sollen Trump zufolge die gesamte Woche über ununterbrochen fortgesetzt werden "oder so lange wie nötig, um unser Ziel des Friedens im gesamten Nahen Osten und sogar auf der ganzen Welt, zu erreichen".

+++ Update 22:13 Uhr +++

Jubelrufe in Teheran nach unbestätigten Berichten über Chameneis Tod

Nach unbestätigten Berichten über den Tod von Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei ist in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Straßen waren Hupkonzerte zu hören. Eine offizielle Bestätigung von Chameneis Tod gibt es bislang nicht.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, sprach mit Blick auf die Meldungen von "psychologischer Kriegsführung". "Der Revolutionsführer ist standhaft und entschlossen dabei, das Feld zu befehligen", zitierte Tasnim eine namentlich nicht genannte Quelle.

Seit dem Morgen führen die USA und Israel Krieg gegen den Iran. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sieht zunehmende Anzeichen, dass der iranische Staatsführer Chamenei nicht mehr am Leben ist. "Wir haben Chameneis Anwesen zerstört. Es gibt viele Zeichen, dass der Diktator nicht mehr lebt", sagte Netanjahu in einer Stellungnahme am Abend.

Iranische Staatsmedien äußerten sich bislang nicht dazu.

+++ Update 22:04 Uhr +++

Israel: Zentrale Vertreter der iranischen Militärführung tot

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben aus Israel führende Vertreter der iranischen Militärführung getötet worden. Unter den Toten seien unter anderem der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, sowie Irans Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung dafür.

+++ Update 21:24 Uhr +++

Regierungskreise: Chamenei wurde bei Angriff getötet

Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, ist nach Angaben aus israelischen Regierungskreisen bei den gemeinsamen Angriffen der USA und Israels getötet worden. Seine Leiche sei gefunden worden, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Auch israelische Medien berichteten unter Berufung auf israelische Regierungskreise von Chameneis Tod. Eine direkte Stellungnahme der Regierung in Teheran oder der USA zu den Berichten lag zunächst nicht vor. Die iranischen Staatsmedien zitierten den Leiter der Öffentlichkeitsarbeit in Chameneis Büro mit den Worten, der Feind greife auf psychologische Kriegsführung zurück.

Der 86-jährige Chamenei war seit 1989 die höchste Autorität der Islamischen Republik. Ihm oblag die letzte Entscheidung in allen politischen, militärischen und religiösen Fragen. Er setzte die konservative Politik seines Vorgängers und Gründers der Islamischen Republik, Ajatollah Ruhollah Chomeini, fort. Unter seiner Herrschaft unterstützte der Iran unter anderem die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah-Miliz im Libanon. Die USA und Israel hatten am Samstag den Iran angegriffen.

US-Präsident Donald Trump erklärte, der Einsatz beende eine Sicherheitsbedrohung für die USA und gebe den Iranern die Chance, ihre Machthaber zu stürzen. Vorangegangen waren Verhandlungen, bei denen die USA insbesondere ein Ende des iranischen Atomprogramms gefordert hatten.

+++ Update 19:55 Uhr +++

Mehr als 200 Tote nach Angriffen im Iran

Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf den Iran sind nach Angaben eines Sprechers des Roten Halbmonds mehr als 200 Menschen getötet worden. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim wurden zudem rund 750 weitere Menschen verletzt.

Diese Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden.

Dem Sprecher zufolge wurden Ziele in 24 der 31 Provinzen des Landes angegriffen. Er rief die Bevölkerung auf, Massenansammlungen an den Einschlagsorten zu vermeiden und einen Abstand von 100 Metern vom Ereignisort einzuhalten.

+++ Update 19:33 Uhr +++

Spitzenpolitiker in den USA sehen Angriffe auf Iran kritisch

Spitzenpolitiker aus den Vereinigten Staaten haben die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran kritisiert. Zohran Mamdani, Bürgermeister von New York und damit der größten Stadt des Landes, nannte die Militärschläge der USA und Israels eine "katastrophale Eskalation eines illegalen Angriffskrieges". "Die Amerikaner wollen das nicht. Sie wollen keinen weiteren Krieg, um einen Regimewechsel herbeizuführen", schrieb der linke Demokrat auf der Plattform X.

Die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez warf US-Präsident Donald Trump vor, die langfristigen Konsequenzen seines Handels nicht absehen zu können. "Dieser Krieg ist rechtswidrig. Er ist unnötig. Und er wird katastrophal."

Der demokratische Senator Mark Kelly schrieb auf X: "Trump schickt unsere Soldaten ohne klare Erklärung oder Ziel in Gefahr." Er kritisierte Trump auch dafür, dass er nicht den Kongress um Zustimmung für die Militäroffensive angerufen habe.

Der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie monierte, dass der Krieg "nicht dem Motto "America First"" entspreche. Er wolle mit dem Demokraten Ro Khanna, mit dem er in der Vergangenheit regelmäßig zusammengearbeitet hatte, eine Abstimmung im Kongress erzwingen.

Konter kam auch aus dem Lager der MAGA-Bewegung (Make America Great Again): Die rechte Hardlinerin Marjorie Taylor Greene schrieb auf X: "Was zum Teufel macht ihr Verrückten da??? AMERIKA UNTERSTÜTZT DAS NICHT!!!" Die frühere Trump-Verfechterin war nach einem Zerwürfnis mit dem Präsidenten von ihrem Amt als republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus zurückgetreten.

+++ Update 19:30 Uhr +++

Experte: Trumps Aufruf an Iraner ist höchst unverantwortlich

Die Aufforderung von US-Präsident Donald Trump an das iranische Volk, nach den israelisch-amerikanischen Angriffen die Führung ihres Landes abzulösen, ist einem Experten zufolge "im höchsten Maße unverantwortlich".

Selbst wenn man weitere Atomanlagen bombardiere, bestimmte Führungspersönlichkeiten ausschalte und Zentren der Revolutionsgarden im Iran bombardiere, seien diese Kräfte noch längst nicht außer Gefecht gesetzt, sagte der Islamwissenschaftler Professor Simon Wolfgang Fuchs von der Hebräischen Universität in Jerusalem der Deutschen Presse-Agentur. Um den Widerstand im Land weiter brutal niederzuschlagen, brauche man keine hoch entwickelten Interkontinentalraketen, sondern nur Handfeuerwaffen und eine gewisse Haltung, fügte er hinzu.

Trump hatte die Iraner in einer Videobotschaft zu den Angriffen aufgefordert, die Gunst der Stunde zu nutzen, um die Führung des Landes zu übernehmen. "Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung", wandte er sich an das 90-Millionen-Volk. Erst vor einigen Wochen waren jedoch Proteste gegen die Staatsführung im Iran mit erbarmungsloser Gewalt niedergeschlagen worden. Menschenrechtsaktivisten zufolge kamen dabei viele Tausend Menschen ums Leben.

+++ Update 18:48 Uhr +++

Klingbeil mahnt zu Rückkehr an Verhandlungstisch

Vizekanzler Lars Klingbeil hat dazu aufgerufen, eine weitere Verschärfung der militärischen Lage im Nahen Osten zu verhindern. "Die auf die Schläge Israels und der USA folgenden maßlosen Vergeltungsschläge des iranischen Regimes führen zu einer gefährlichen Eskalation der Gewalt mit derzeit unabsehbaren Folgen für die Sicherheit in der gesamten Region", erklärte der Finanzminister und SPD-Chef.

Er fügte hinzu: "Wir appellieren an alle Seiten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um eine dauerhafte Abkehr des iranischen Regimes von seinem Nuklear- und Raketenprogramm und seiner destabilisierenden Rolle in der Region zu erreichen."

Klingbeil betonte: "Wir sind uns mit unseren internationalen Partnern einig, dass Iran keine Atomwaffen besitzen darf und die brutale, menschenverachtende Gewaltherrschaft der Mullahs besser heute als morgen enden sollte." Der Schutz der Zivilbevölkerung müsse oberste Priorität haben und das Völkerrecht von allen Seiten geachtet werden, mahnte Klingbeil. Das iranische Volk habe das Recht, über seine Zukunft selbst zu bestimmen.

+++ Update 18:33 Uhr +++

Italiens Verteidigungsminister Crosetto steckt in Dubai fest

Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto steckt infolge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran zusammen mit seiner Familie in Dubai fest. Der Politiker der rechten Regierungspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) konnte nicht wie geplant zurückkehren, weil viele Fluggesellschaften ihre Flüge in die Region ausgesetzt haben. Crosetto war nach Angaben aus seiner Umgebung erst am Freitag nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten gereist.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (ebenfalls Fratelli d'Italia) berief wegen der militärischen Eskalation in Rom mehrere Krisensitzungen ein. Crosetto wurde dazugeschaltet. Offen ist, wann der Verteidigungsminister zurückkehren kann.

+++ Update 18:26 Uhr +++

Merz verurteilt Verhalten der iranischen Führung

Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach der Eskalation im Nahen Osten das Verhalten der iranischen Führung in der Region und im eigenen Land verurteilt. "Die Bundesregierung ruft Iran nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen", erklärte Merz. "Iran muss auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen." Die Führung in Teheran müsse außerdem die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden.

Merz sagte, die Bundesregierung spreche sich dafür aus, Bemühungen um eine Verhandlungslösung mit dem Iran wieder aufzunehmen. Das sei auch ein Beitrag, um Risiken für die regionale Stabilität zu vermindern. Die USA hätten über Wochen eine solche Lösung gesucht. Die iranische Seite habe jedoch keiner umfassenden, verlässlichen und überprüfbaren Vereinbarung zur Beendigung des militärischen Nuklearprogramms zugestimmt.

+++ Update 18:21 Uhr +++

100.000 Israelis im Ausland gestrandet

Wegen der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran sind derzeit einem Medienbericht zufolge rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet. Das berichtete der israelische Sender Channel 12. Wegen der iranischen Gegenangriffe nach den israelisch-amerikanischen Attacken im Iran wurde der Luftraum über Israel bis auf weiteres für zivile Flüge geschlossen.

Dem Sender zufolge sitzen auch Dutzende israelische Passagiere in Saudi-Arabien fest. Sie seien eigentlich auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gewesen und in Saudi-Arabien notgelandet. Zu Saudi-Arabien unterhält Israel - anders als zu den VAE - keine diplomatischen Beziehungen. Vor Beginn des Gaza-Kriegs nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 hatte es Gespräche über eine Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern gegeben. Laut Channel 12 sind die Israelis noch an Bord ihres Flugzeugs.

+++ Update 18:15 Uhr +++

Israel greift hunderte Ziele im Iran an

Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran sind nach israelischen Angaben auch am Abend fortgesetzt worden. "In diesem Moment greifen israelische Luftwaffenpiloten unter erheblichem persönlichen Risiko und in Abstimmung mit US-amerikanischen Angriffen Hunderte Ziele im Iran an", sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir einer Mitteilung zufolge. In einer weiteren Mitteilung des Militärs hieß es, rund 200 Kampfjets seien eingesetzt worden. Es handele sich um den größten Einsatz dieser Art in der Geschichte der israelischen Luftwaffe, hieß es weiter.

Luftverteidigungssysteme und die Marine seien im Einsatz, um Israels Luftraum und Küsten vor Raketenangriffen und Bedrohungen aus der Luft und vom Meer zu schützen, hieß es von Zamir weiter. "Unsere Bodentruppen sind entlang der Grenzen positioniert, um jeden Versuch, in israelisches Gebiet einzudringen, zu vereiteln und abzuwehren." Gleichzeitig warnte er die Bürger vor Leichtsinn und einem vorzeitigen Verlassen der Schutzräume bei Raketenalarm. "Wir dürfen die Fähigkeit des Feindes, uns Schaden zuzufügen, nicht unterschätzen", betonte er. Das Verteidigungssystem sei nicht undurchlässig.

In Israel wurde auch am frühen Abend wiederholt Raketenalarm ausgelöst.

In mehreren israelischen Ortschaften wurden im Laufe des Tages Gebäude von iranischen Raketen getroffen. In einer Mitteilung des Militärs wurde vermutet, dass möglicherweise auch Streumunition eingesetzt wurde. Diese Angaben konnten zunächst nicht überprüft werden.

+++ Update 18:08 Uhr +++

Demonstrationen in mehreren deutschen Städten

Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran haben zahlreiche Menschen in mehreren deutschen Städten gegen die Führung in Teheran demonstriert.

In Frankfurt versammelten sich die Demonstranten zunächst zu einer Kundgebung auf dem Goetheplatz in der Innenstadt - dann zogen sie zum Römerberg. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zunächst auf rund 1.300, später dann auf rund 2.000. Das Motto der bereits vor den Angriffen geplanten Demonstration war "Freiheit und Demokratie im Iran". Eine Rednerin bedankte sich unter dem Applaus der Zuhörer:innen für die Intervention der USA.

In Berlin nahmen nach Angaben der Polizei rund 1.600 Menschen an einer Demonstration teil. Allerdings laufe die Kundgebung noch, sagte eine Polizeisprecherin am späten Nachmittag. Bislang sei die Versammlung friedlich und störungsfrei verlaufen. Ursprünglich waren 3.000 Teilnehmer zur Demonstration für "Freiheit für Iran" angemeldet. Die Kundgebung startete am Nachmittag am Potsdamer Platz und sollte am Brandenburger Tor enden.

+++ Update 18:05 Uhr +++

Leavitt: Trump verfolgte Angriff auf Iran von Privatanwesen

US-Präsident Donald Trump hat den israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran nach Angaben des Weißen Hauses von seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida aus verfolgt. "Der Präsident und sein nationales Sicherheitsteam werden die Lage den ganzen Tag über weiterhin genau beobachten", teilte die Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf X mit. Sie bestätigte ein Telefonat zwischen Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu.

Leavitt zufolge unterrichtete US-Außenminister Marco Rubio vor dem Angriff die ranghöchsten Kongressmitglieder beider Parteien. Zu diesen zählen etwa der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, sowie der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. Rubio habe dabei sieben von acht Mitgliedern erreicht. Laut US-Recht muss die Regierung die Spitze des Parlaments über verdeckte oder bedeutsame militärische Vorhaben zeitnah im Vorfeld informieren.

+++ Update 18:01 Uhr +++

Iran: Alle feindlichen Einrichtungen sind Ziele

Irans Außenminister Abbas Araghtschi betont in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat das nach Artikel 51 der UN‑Charta verankerte Recht seines Landes auf Selbstverteidigung. Die Streitkräfte der Islamischen Republik würden alle notwendigen Verteidigungsfähigkeiten und Mittel einsetzen, um dieser "kriminellen Aggression" zu begegnen und feindliche Handlungen abzuschrecken. Der Iran betrachte alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Kräfte als legitime militärische Ziele.

Die UN-Mitgliedsstaaten forderte er dazu auf, die Angriffe auf den Iran zu verurteilen. Der UN-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran noch an diesem Samstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) treffen.

+++ Update 17:49 Uhr +++

China fordert Ende der militärischen Handlungen

China hat sich "zutiefst besorgt" über die militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran gezeigt. Die staatliche Souveränität, Sicherheit und territoriale Unversehrtheit Irans müssten respektiert werden, erklärte das Außenministerium in Peking.

China rufe dazu auf, die militärischen Handlungen sofort einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden sowie den Dialog und die Verhandlungen wieder aufzunehmen, hieß es weiter. Ziel müsse es sein, Frieden und Stabilität im Nahen Osten zu wahren.

+++ Update 17:45 Uhr +++

Raketen über Dubai: Brand an Luxushotel

Nach den amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Iran greift Teheran offenbar weiterhin in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. In der Metropole Dubai seien alle paar Stunden Explosionen zu hören, berichteten Anwohner:innen. Viele Menschen seien verunsichert, ob sie zu Hause bleiben oder das Stadtzentrum verlassen sollten. "Es ist überall", sagte eine Anwohnerin. Laut mehreren Anwohner:innen wurden auch die Einkaufszentren geschlossen, in denen sich vor allem am Wochenende viele Familien aufhalten.

An einem Luxushotel auf der künstlichen Insel Palm Dschumaira brach ein Feuer aus. Videos von Augenzeugen zeigten einen Brand an der Einfahrt des Hotels, das für seine Lage direkt am Wasser bekannt ist. Über dem Gebäude stiegen schwarze Rauchwolken auf. Es war unklar, ob an dem Hotel eine mutmaßlich iranische Rakete einschlug oder ob etwa Trümmerteile nach dem Abschuss einer Rakete niedergingen und diese einen Brand auslöste. Der Zivilschutz teilte mit, das Feuer sei unter Kontrolle. Vier Menschen seien verletzt worden.

Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe eine neue Welle iranischer Raketen und Drohnen abgefangen. Es habe "keinen bedeutenden Schaden" gegeben. In Dubai und der Hauptstadt Abu Dhabi seien mehrere Trümmerteile von abgefangenen Raketen niedergegangen. Mindestens ein Mensch kam dabei bisher ums Leben.

+++ Update 17:25 Uhr +++

Armeevertreter Israels: hochrangige Personen im Iran getötet

Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen sind israelischen Angaben zufolge drei Orte gleichzeitig angegriffen worden, an denen Versammlungen der iranischen Führung stattgefunden haben sollen. Dabei seien mehrere hochrangige und für die "Führung des Regimes" bedeutende Personen getötet worden, teilte ein Vertreter der israelischen Armee mit. Mehr Details zu den Todesopfern wurden nicht genannt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Israels Militär nahm den Angaben zufolge Hunderte Ziele im Iran ins Visier. Die Angriffe seien monatelang geplant worden. Das Vorhaben habe darauf basiert, "eine operative Gelegenheit zu erkennen, zu einem Zeitpunkt, an dem hochrangige Regierungsvertreter zusammentreten würden".

+++ Update 17:19 Uhr +++

Iran fordert Sondersitzung der Internationalen Atombehörde

Der Iran fordert eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wegen der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf das Land. Der Gouverneursrat der Organisation in Wien solle dringend tagen, hieß es in einer Mitteilung der iranischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in der österreichischen Hauptstadt.

Aus dem auf der Plattform X veröffentlichten Schreiben ging nicht hervor, ob bei den jüngsten Militärschlägen so wie im Vorjahr erneut iranische Atomanlagen getroffen wurden. Die iranische Vertretung sprach aber von einer "Bedrohung" der nuklearen Einrichtungen, die in dem IAEA-Gremium besprochen werden müsse.

Am Montag sollte ohnehin die reguläre Frühjahrssitzung des IAEA-Gouverneursrates in Wien beginnen. Nächste Woche waren auch technische Gespräche mit dem Iran in Wien geplant, als Fortsetzung der jüngsten Atomverhandlungen mit den USA in Genf. Dazu äußerte sich die Vertretung aber nicht auf X.

+++ Update 17:10 Uhr +++

Selenskyj lobt Handlungsweise der USA

Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sich demonstrativ hinter Washington gestellt. Immer wenn die USA entschlossen seien, würden globale Verbrecher schwächer, teilte er in einer Videobotschaft mit. Dieses Verständnis müsse auch Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, erreichen.

Es sei nur gerecht, dem iranischen Volk eine Chance zu geben, sich des "Terrorregimes zu entledigen" und allen Völkern Sicherheit zu garantieren, die unter vom Iran ausgehendem Terror gelitten haben, führte er aus. Obwohl die Ukraine den Iran nie bedroht habe, habe sich die iranische Führung entschieden, Kremlchef Wladimir Putins Verbündeter zu sein, sagte Selenskyj. Russland habe in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine mehr als 57.000 Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed eingesetzt.

+++ Update 17:02 Uhr +++

Starmer: Großbritannien nicht an Angriffen beteiligt

Großbritannien beteiligt sich an einem defensiven Militäreinsatz im Nahen Osten. Das sagte der britische Premierminister Keir Starmer in einer Erklärung zu den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran.

Sein Land habe bei den Angriffen keine Rolle gespielt, betonte der Labour-Politiker. Er fügte jedoch hinzu: "Unsere Streitkräfte sind aktiv und britische Flugzeuge sind heute am Himmel als Teil koordinierter regionaler Verteidigungseinsätze, um unsere Leute, unsere Interessen und unsere Verbündeten zu schützen." Das geschehe im Einklang mit internationalem Recht.

Starmer, der zuvor auch im Rahmen eines gemeinsamen Statements mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die iranischen Gegenangriffe verurteilt hatte, kritisierte die iranische Führung erneut. "Das Regime im Iran ist absolut fürchterlich. Sie haben Tausende ihrer eigenen Leute ermordet, Widerspruch brutal niedergeschlagen und versucht, die Region zu destabilisieren", sagte Starmer.

+++ Update 16:35 Uhr +++

UN-Sicherheitsrat beruft Dringlichkeitssitzung ein

Der UN-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) treffen. Frankreich und Bahrain hätten die Sitzung angefragt, teilte die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen mit.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Eskalation unterdessen scharf: "Ich fordere einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen und eine Deeskalation", teilte der UN-Chef mit. Er forderte alle Parteien auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

+++ Update 16:20 Uhr +++

Tel Aviv: Gebäude von Rakete getroffen

Bei einem iranischen Raketenangriff ist nach israelischen Medienberichten mindestens ein Gebäude im Großraum Tel Aviv getroffen worden. Das Nachrichtenportal "ynet" berichtete, es handele sich um ein Haus in Bnei Brak bei Tel Aviv. Dabei seien auch Menschen zu Schaden gekommen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Nach einem anderen Bericht wurde auch ein Haus in dem Ort Rosch Haajin getroffen. Der Rettungsdienst Magen David Adom berichtete, Einsatzkräfte seien unterwegs zu möglichen Einschlagsorten.

+++ Update 16:13 Uhr +++

Iran spricht von 70 getöteten Schülerinnen

Wie der Iran berichtet, sind bei einem Raketenangriff im Süden des Landes mindestens 70 Schülerinnen getötet worden. Zuvor war von 24 Schülerinnen die Rede gewesen. Eine Grundschule sei von einer Rakete getroffen worden, heißt es.

+++ Update 15:43 Uhr +++

Iranischer Außenminister: Chamenei lebt "soweit ich weiß"

Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe  überlebt. Chamenei sei "soweit ich weiß" noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News.

Araghtschi zufolge waren bei den Angriffen zwei Kommandeure getötet worden. Hochrangige Funktionäre der Führung in Teheran hätten überlebt. Die Angaben Araghtschis lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ Update 15:30 Uhr +++

Amtssitz von Chamenei getroffen

Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen ist Berichten zufolge der Amtssitz von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei bombardiert worden. Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als "Beyt" bekannten Hochsicherheitsbereichs in der Hauptstadt Teheran. Auch Bewohner in Teheran berichteten davon.

Ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufhielt, ist unklar. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der iranische Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt. Chamenei steht an der politischen und religiösen Spitze des Landes und ist zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

+++ Update 15:00 Uhr +++

Kuwait fängt Raketen ab

Die kuwaitischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung mehrere ballistische Raketen abgefangen, die auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in dem Golfstaat abgefeuert wurden. Der Iran hatte zuvor bestätigt, den Stützpunkt angegriffen zu haben.

Wie aus einer Mitteilung des kuwaitischen Militärs hervorgeht, gingen durch den Abschuss Trümmerteile in der Nähe des Stützpunkts nieder. Die Menschen wurden aufgefordert, sich von möglichen Gefahrenquellen fernzuhalten.

In dem kleinen Staat Kuwait am Persischen Golf liegen wichtige Basen der US-Armee und der US-Luftwaffe. Nach US-Angaben sind im Land rund 13.500 US-Truppen stationiert. Kuwait ist dabei ein wichtiges Transport- und Logistik-Drehkreuz für das amerikanische Militär.

+++ Update 14:30 Uhr +++

Macron: Lage "gefährlich für alle"

Nach den Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Lage als "gefährlich für alle" bezeichnet. "Der Ausbruch des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran hat schwerwiegende Folgen für Frieden und internationale Sicherheit", teilte er auf der Plattform X mit. Die Eskalation müsse gestoppt werden. Macron forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates.

"Das iranische Regime muss verstehen, dass es keine andere Wahl mehr hat, als ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen", um sein Atom- und Raketenprogramm wie auch "seine Aktionen zur regionalen Destabilisierung" zu beenden, schrieb der französische Präsident. "Dies ist absolut notwendig für die Sicherheit aller im Mittleren Osten."

Das iranische Volk müsse seine Zukunft frei gestalten können. "Die vom islamischen Regime verübten Massaker diskreditieren es und erfordern, dass dem Volk wieder Gehör verschafft wird."

+++ Update 14:10 Uhr +++

Erinnerungen an den Zwölftagekrieg

Seit dem Morgen führen Israel und die USA wieder Krieg gegen den Iran. Die militärische Eskalation weckt Erinnerungen an den Zwölftagekrieg im vergangenen Sommer. Doch dieses Mal ist vieles anders. Stimmen aus der Hauptstadt, der Millionenmetropole Teheran:

Asghar, ein 34 Jahre alter Angestellter, erinnert sich an seine Sorgen im vergangenen Sommer, als Israel bereits einmal Krieg gegen das Land geführt hatte. "Aber heute Morgen verfolge ich die Nachrichten gleichgültig und ohne Traurigkeit", sagt er. "Nichts bedeutet mir mehr etwas. Das Leben hat für mich keinen Sinn mehr." In seiner Verzweiflung schwingen die Dauerkrisen und die staatlichen Repressionen mit, als Irans Sicherheitsapparat Anfang Januar Massenproteste blutig niederschlug.

Ein 30 Jahre alter Lehrer, sagt: "Heute Morgen gerieten wir bei den Nachrichten über die Angriffe in Stress und Angst, und alle Schülerinnen und Schüler verließen nach dem Hören der Explosionsgeräusche im Westen der Provinz Teheran schnell und ohne Genehmigung die Schule."

Nilufar, eine 24-jährige Studentin, hofft auf den Tod führender Staatsmänner im Iran und "dass die Menschen Freiheit erlangen". Am Morgen habe sie nach langer Zeit wieder lachen können. "Ich hoffe, dass Zivilisten kein Schaden zugefügt wird", fügt sie jedoch hinzu.

+++ Update 13:30 Uhr +++

Israel nimmt Raketenwerfer ins Visier

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit dem Morgen "Hunderte iranische Militärziele" im Westen des Irans angegriffen. Ins Visier habe das Militär etwa Raketenwerfer genommen, hieß es in einer Mitteilung. Die Armee greife weiterhin Ziele im Westen des Irans an.

+++ Update 13:20 Uhr +++

Keine Berichte über Status von Chamenei

Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen sind nach iranischer Darstellung wichtige Staatsmänner am Leben. Wohlauf seien neben Präsident Massud Peseschkian auch Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sowie der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani. Auch Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sei am Leben.

Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer, Ajatollah Ali Chamenei, gab es zunächst nicht. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt.

+++ Update 12:30 Uhr +++

Ukraine verspricht Iran Unterstützung

Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat die Ukraine ihre Unterstützung für das iranische Volk betont. Die iranische Führung habe Möglichkeiten für Diplomatie ignoriert, teilte das Kiewer Außenministerium auf der Plattform X mit. Der Grund für die derzeitigen Ereignisse sei die Gewalt und Willkür der iranischen Führung, insbesondere die Tötungen und Repressionen gegen friedliche Demonstranten, die in den letzten Monaten besonders groß geworden seien.

Das Ministerium warf Teheran Menschenrechtsverletzungen im Land vor sowie Unterstützung militanter Gruppen, die Chaos in andere Länder der Region gebracht hätten, und Unterstützung Russlands in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Israel und die USA hatten am Morgen neue Angriffe auf den Iran gestartet, es war die Rede von einem Präventivschlag. Sie erfolgten nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik.


+++ Update 12:20 Uhr +++

Iran berichtet: 24 Schülerinnen getötet

Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 24 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur.

"Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs", hieß es in dem Bericht. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben.

+++ Update 09:00 Uhr +++

Operation "Brüllen des Löwen" gestartet

Israel hat der neuen Militäroperation gegen den Iran nach Medienberichten den Namen "Brüllen des Löwen" gegeben. Dies berichteten israelische Medien unter Berufung auf den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Bereits den Krieg gegen den Iran im vergangenen Jahr hatte Israel nach dem Raubtier benannt. Damals lautete der Name der Operation "Rising Lion" - auf Deutsch: Operation sich erhebender Löwe. Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Stelle in der Bibel, in der es unter anderem heißt: "Siehe, ein Volk erhebt sich wie ein junger Löwe."

Israel und die USA hatten am Morgen neue Angriffe auf den Iran gestartet, es war die Rede von einem Präventivschlag. Sie erfolgten nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran angriff. Die USA schlossen sich den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Irans Luftstreitkräfte feuerten daraufhin ballistische Raketen auf Israel.

+++ Update 08:05 Uhr +++

Israel und USA greifen den Iran an

Israel greift erneut den Iran an. Der Staat Israel habe einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen, gab Verteidigungsminister Israel Katz bekannt. Die USA beteiligen sich nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 an den Angriffen des Verbündeten. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran angriff. Die USA schlossen sich den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Irans Luftstreitkräfte feuerten daraufhin ballistische Raketen auf Israel.

Katz teilte nun mit, er habe einen sofortigen Ausnahmezustand im gesamten Land ausgerufen. In ganz Israel heulten die Sirenen. In der iranischen Hauptstadt Teheran gab es Explosionen in der Stadtmitte.

Israel hatte bereits im vergangenen Jahr Krieg gegen den Iran geführt. Der neue Angriff erfolgt nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik.

Einen Durchbruch hatte es bei den Gesprächen in Genf nicht gegeben. US-Präsident Donald Trump hatte der iranischen Führung in den vergangenen Wochen wiederholt mit militärischen Angriffen gedroht – auch vor dem Hintergrund des brutalen Vorgehens des iranischen Sicherheitsapparats gegen die Proteste zu Jahresbeginn. Trump stellte dem Iran kürzlich ein Ultimatum bis Anfang März. "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich".

Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Irans Regierung zeigte sich zuletzt bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Die USA sind wichtigster Verbündeter Israels.

Irans Staatsführung betonte zuletzt ihre Bereitschaft zu einem Abkommen wie auch zu einer militärischen Eskalation. Präsident Massud Peseschkian drohte mit einem "umfassenden Krieg", sollte etwa Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei attackiert werden. Chamenei selbst warnte die USA Anfang Februar: "Die Amerikaner sollen wissen, wenn sie einen Krieg vom Zaun brechen, wird es dieses Mal ein regionaler Krieg sein." Der Iran wolle keinen Krieg und werde ihn auch nicht beginnen, sagte der Religionsführer, der in allen strategischen Belangen das letzte Wort in Teheran hat.

+++ Update 07:54 Uhr +++

Israel: Haben Präventivschlag gestartet

Israel greift den Iran an. Der Staat Israel habe einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen, gab Verteidigungsminister Israel Katz bekannt.

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