Nach Petition

Hape Kerkeling zögert bei Frage nach Bundespräsidentenamt

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Videoclip • 01:06 Min • Ab 12


Eine Online-Petition bringt Hape Kerkeling als Bundespräsidenten ins Spiel. Der Entertainer reagiert zurückhaltend – und äußert Sorgen über den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hape Kerkeling sagt zur Frage nach dem Bundespräsidentenamt: "Noch hat mich niemand gefragt" – eine Entscheidung habe er noch nicht getroffen.

  • Eine Campact-Petition für Kerkeling haben nach vorliegenden Angaben mehr als 144.000 Menschen unterschrieben, eine offizielle Nominierung gibt es nicht.

  • Kerkeling äußerte sich zudem besorgt über den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt und betonte die Bedeutung des Grundgesetzes.

Kann sich Hape Kerkeling vorstellen, Bundespräsident zu werden? Auf diese Frage hat der Entertainer und Komiker im niederländischen Fernsehprogramm "Buitenhof" keine klare Antwort gegeben. "Noch hat mich niemand gefragt", sagte der 61-Jährige. "Ich habe noch keine Antwort darauf."

Hintergrund ist eine Online-Petition auf der Plattform der Kampagnenorganisation Campact. Sie wirbt dafür, Kerkeling für das höchste Staatsamt vorzuschlagen. Nach den vorliegenden Angaben haben den Aufruf inzwischen mehr als 144.000 Menschen unterzeichnet. Eine Petition kann den Bundespräsidenten allerdings nicht direkt bestimmen: Gewählt wird das Staatsoberhaupt von der Bundesversammlung.


"Eine große Ehre" – aber auch eine schwere Aufgabe

Kerkeling sagte, er hätte nie gedacht, dass ihn jemand einmal in diesem Amt sehen könnte. Zugleich machte er deutlich, dass er die Aufgabe nicht leichtfertig betrachten würde. "Aber es wäre doch sehr schwer. Vielleicht ist die Rente besser als Präsident von Deutschland werden – auch wenn es eine große Ehre wäre."

Damit bleibt offen, ob er bei einer tatsächlichen Anfrage kandidieren würde. Eine offizielle Nominierung gibt es bislang nicht. Das Amt des Bundespräsidenten übernimmt vor allem repräsentative Aufgaben, steht aber auch für die Vermittlung zwischen Politik und Gesellschaft. Kerkeling wäre als Entertainer ohne klassische Parteikarriere eine ungewöhnliche Wahl.

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Sorge nach AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt

Im Interview sprach Kerkeling auch über den AfD-Erfolg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Das Ergebnis habe ihm Angst gemacht, sagte er. Er sehe wirtschaftliche und soziale Probleme in dem Bundesland. Viele Erwartungen aus der Zeit der Wiedervereinigung seien nicht erfüllt worden.

Trotzdem sei für ihn schwer nachzuvollziehen, dass viele Menschen ausgerechnet von der AfD eine Lösung erwarteten und dafür "Unfreiheit riskierten". Hoffnung gebe ihm, dass die Mehrheit der Deutschen weiterhin überzeugte Demokrat:innen seien. "Die Grundlage, die wir in Deutschland haben, ist unser Grundgesetz, und dieses Grundgesetz ist stark", sagte Kerkeling.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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