Sicherheit in Niedersachsen

Angstzonen in Hannover: Was bringen die Maßnahmen der Politik?

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


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Viele Menschen in Hannover fühlen sich unsicher. Die Politik will das ändern und hat einige Ideen. Doch die Probleme sind nicht gelöst, wie eine Gerichtspräsidentin aus eigener Erfahrung berichtet.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In Hannover gibt es Plätze, die von Einwohner:innen als unsicher empfunden werden.

  • Mit mehr Einsatzkräften, Überwachungskameras und Messerverbotszonen versucht die Politik, entgegenzusteuern.

  • Die Präsidentin des Amtsgerichts Hannover sieht die Probleme aber nicht gelöst.

Vor allem abends und nachts fühlen sich viele Menschen in Hannover nicht sicher, hat eine Umfrage ergeben. Mehr Polizei an öffentlichen Plätzen kann aus Sicht von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) das Sicherheitsgefühl stärken. "Da müssen wir ran", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin", das vom Raschplatz am Hauptbahnhof Hannover gesendet wurde - ein Platz, der von einigen Menschen als unsicher empfunden wird.

Bei der Polizei habe es in den vergangenen Jahren einen erheblichen Zuwachs gegeben, so Lies. Es sei wichtig, dass die Beamt:innen sichtbar seien. Er nehme es ernst, dass sich Menschen auf öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen unsicher fühlten. "Das müssen wir angehen, indem wir auch wieder ein Gefühl von Sicherheit vermitteln."

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Hellere Plätze und soziale Angebote für Suchtkranke

Der Ministerpräsident verwies darauf, dass an Bahnhöfen Quattro-Streifen aus Landespolizei, Bundespolizei, DB Sicherheit und Ordnungsamt unterwegs sind. Zudem sollen Maßnahmen wie Kameras und Waffenverbotszonen helfen, die Kriminalität zu reduzieren. Wichtig sei aber auch zu schauen, wer sich an den Plätzen, die als unsicher empfunden werden, aufhalte. Menschen, die arbeiten könnten, sollten Perspektiven bekommen. Menschen, die nicht in der Lage sind, ein geregeltes Leben zu führen, bräuchten entsprechende Anlaufpunkte.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) erklärte in der Sendung, dass die Stadt mit verschiedenen Maßnahmen versuche, die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl zu verbessern. Dabei seien auch soziale Angebote etwa zur Unterstützung von Suchtkranken und die Gestaltung von öffentlichen Räumen wichtig. In einer dunklen Unterführung fühlten sich Menschen unsicherer als auf hellen Plätzen.

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Beschäftigte des Amtsgerichts haben Angst 

Die Präsidentin des Amtsgerichts Hannover, Christiane Hölscher, kritisierte, dass sich die Drogenszene vom Hauptbahnhof in Richtung des Gerichts verlagert habe. Direkt vor dem Gebäude würden Drogen konsumiert, berichtete sie. "Das Sicherheitsgefühl ist erheblich beeinträchtigt", sagte sie. Einige Mitarbeiter:innen hätten wegen der Drogenabhängigen Angst, zur Arbeit zu gehen, Menschen wollten nicht zu Terminen kommen.

Hölscher verwies darauf, dass Anlaufpunkte für Drogenabhängige früher verteilt über die Stadt gewesen seien. Nun seien Drogenkonsumräume an wenigen Orten konzentriert. Die Probleme seien damit "zusammengekehrt" und nicht gelöst worden.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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