Kritik an Musk-Plattform wächst

Grüne, SPD und Linke stoppen Aktivitäten auf X

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

:newstime

Elon Musk beendet eine Ära

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


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Mehrere Bundestagsparteien wenden sich von der Plattform X ab. Grüne, SPD und Linke wollen dort künftig keine Inhalte mehr veröffentlichen. Als Gründe nennen sie unter anderem Desinformation und eine verschärfte Debattenkultur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Grüne, SPD und Linke stellen ihre Aktivitäten auf X ein.

  • Die Plattform gilt ihnen als zunehmend von Desinformationen geprägt.

  • Persönliche Accounts führender Politiker:innen sollen ebenfalls ruhen.

Mehrere Bundestagsparteien ziehen Konsequenzen aus der Entwicklung der Online-Plattform X. Wie Bündnis 90/Die Grünen mitteilten, wollen sie gemeinsam mit den Fraktionen von SPD und Linken ihre Aktivitäten dort einstellen.

Die Grünen kündigten an, ihre Accounts nicht zu löschen, jedoch nicht mehr aktiv zu bespielen. Auch führende Parteimitglieder wie Dröge, Hasselmann, Brandtner und Banaszak wollen ihre persönlichen Profile stilllegen. Dieses Vorgehen empfehlen sie auch anderen Parteimitgliedern.

Social-Media-Plattform X: Kritik an Desinformationen

Als Begründung verweisen die Grünen auf eine grundlegende Veränderung der Plattform. X sei in den vergangenen Jahren zunehmend unübersichtlich geworden und habe an Bedeutung für politische Diskussionen verloren. Grünen-Geschäftsführerin Edalatian erklärte dem Medienhaus Table, X habe "nachweislich an Relevanz als politische Informations- und Diskussionsplattform verloren" und sei "zu einem Einfallstor für Desinformation und eine aggressive Debattenkultur" geworden.

Auch SPD und Linke bestätigten ihren Rückzug. Beide Parteien hatten sich bereits zuvor teilweise von der Plattform distanziert. Insgesamt erreichen sie dort mehrere hunderttausend Follower:innen.

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Entwicklung schon länger absehbar

Der Schritt kommt nicht aus dem Nichts. Teile der SPD hatten schon vor zwei Jahren begonnen, ihre Aktivitäten einzuschränken. Auch innerhalb der Grünen gab es bereits früher Rückzüge, etwa beim Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern. Dieser begründete seinen Ausstieg mit einer "gravierenden Zunahme von Falschmeldungen, Hassrede und extremistischen Äußerungen".

Nicht nur Parteien ziehen sich zurück. Auch andere Institutionen haben X den Rücken gekehrt. Zuletzt stellte die Süddeutsche Zeitung ihre Inhalte dort ein und verwies ebenfalls auf eine zunehmende Verrohung der Kommunikation.

Auch in den News:

Im Zentrum der Kritik steht vor allem die Entwicklung der Plattform seit ihrer Übernahme durch Elon Musk. Änderungen bei der Moderation hätten dazu geführt, dass problematische Inhalte weniger stark reguliert werden. Kritiker:innen sehen darin einen entscheidenden Grund für den Rückzug vieler Akteur:innen aus Politik und Medien.


Verwendete Quellen:

Deutschlandfunk: "Grüne, SPD und Linke stellen Aktivitäten auf X ein"

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