Gipfel in Kanada
G7-Staaten einigen sich auf Iran-Erklärung: Unterstützung für Israels Selbstverteidigung
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von Benedict HottnerDie Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben sich auf eine gemeinsame Erklärung zum Konflikt zwischen Israel und dem Iran geeinigt.
Bild: REUTERS/Amber Bracken
Die G7-Staaten haben sich überraschend auf eine gemeinsame Erklärung zum eskalierenden Konflikt zwischen Israel und dem Iran geeinigt. Darin wird Teheran als Quelle regionaler Instabilität benannt.
Beim G7-Gipfel in Kanada haben sich die Staats- und Regierungschefs rund um Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz überraschend auf eine gemeinsame Erklärung zur Nahost-Krise verständigt. Nur wenige Stunden nach der Ankündigung, dass der US-Präsident wegen der Eskalation der Lage im Nahen Osten vorzeitig nach Washington zurückkehrt, veröffentlichte Kanada als gastgebendes Land den gemeinsamen Text.
Darin bezeichnen die G7-Staaten den Iran als "Hauptquelle regionaler Instabilität und des Terrors". Israels Recht auf Selbstverteidigung wird ausdrücklich betont. Zudem heißt es, der Iran dürfe niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen – eine rote Linie, die man stets deutlich gemacht habe.
G7 stellt sich hinter Israel und kritisiert den Iran
Deutliche Kritik am israelischen Vorgehen gegen den Iran fehlt in der Erklärung. Es wird lediglich die Bedeutung des Schutzes der Zivilbevölkerung betont und beteuert, dass jede Lösung zur Deeskalation im Nahen Osten beitragen müsse: inklusive eines möglichen Waffenstillstands im Gazastreifen.
Zur Lage auf den internationalen Energiemärkten heißt es, man beobachte die Entwicklung genau. Sollte es nötig sein, würden gemeinsame Maßnahmen mit Partnern ergriffen, um die Stabilität der Märkte zu sichern.
Trump deutet Verhandlungsbereitschaft Teherans an
Donald Trump erklärte am Rande des Treffens, der Iran zeige sich gesprächsbereit. Er wolle sich dem Thema widmen, sobald er nach Washington zurückkehrt. Gleichzeitig bleibt jedoch die Sorge bestehen, dass die USA aktiv in den Krieg eingreifen könnten – mit unkalkulierbaren Folgen für die gesamte Region.
Die gemeinsame Erklärung zum Iran-Konflikt zählt zu den wenigen Ergebnissen, die die kanadische G7-Präsidentschaft beim Gipfeltreffen vorweisen kann. In zentralen Fragen wie Welthandel, Klimaschutz, dem Krieg in der Ukraine und der Entwicklungshilfe blieb eine Einigung aus – vor allem, weil US-Präsident Donald Trump von bisherigen G7-Positionen deutlich abweicht. Daher sah Kanada auch davon ab, eine umfassende Abschlusserklärung ausarbeiten zu lassen.
Krieg zwischen Iran und Israel eskaliert
Seit Freitag greift Israel zahlreiche Ziele im Iran an, darunter Atomanlagen, Stellungen des Militärs, Wissenschaftler:innen sowie Öl- und Gasanlagen. Ziel ist es israelischen Angaben zufolge, Teheran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen.
Der militärische Konflikt droht die ohnehin angespannte Lage in der Region weiter zu verschärfen. Schon seit Oktober 2023 führt Israel Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen, ausgelöst durch einen Großangriff der Terrororganisation auf israelisches Gebiet. Expert:innen warnen vor diesem Hintergrund vor einem Flächenbrand im Nahen Osten.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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