USA gedenken
Fünf Jahre nach George Floyds Tod: Wie ein brutaler Polizeieinsatz die Welt veränderte
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von Emre BölükbasiNach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd gab es besonders in den USA eine Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt. (Archivbild)
Bild: imago images/ZUMA Wire
Vor fünf Jahren starb George Floyd unter dem Knie eines Polizisten. Sein Tod erschütterte die Welt – und entfachte eine Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt, die bis heute nachhallt.
Der Tod von George Floydjährt sich am Sonntag (25. Mai) zum fünften Mal – ein brutaler Polizeieinsatz am 25. Mai 2020 in Minneapolis riss ihn in den Tod. Der Vorfall schockierte die Welt und löste vor allem in den USA eine massive Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt aus. Ein Rückblick auf den Tod Floyds und die weltweiten Reaktionen.
Was war geschehen?
Der 46-jährige Afroamerikaner starb, nachdem ein weißer Polizeibeamter fast neun Minuten lang kniend auf seinem Nacken verharrt hatte. Floyds flehende Worte "I can’t breathe" gingen um die Welt – und wurden zum Aufschrei gegen rassistische Polizeigewalt.
Der Auslöser für Floyds Verhaftung war der Verdacht, mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben. Was folgte, war eine tödliche Eskalation polizeilicher Gewalt. Noch am Tag des Vorfalls wurden alle vier beteiligten Polizisten entlassen. Derek Chauvin, der Beamte, der auf Floyds Nacken kniete, wurde später wegen Mordes zweiten Grades zu 22,5 Jahren Haft verurteilt. Auch seine drei Kollegen erhielten mehrjährige Gefängnisstrafen.
Der Tod Floyds löste massive Proteste aus. (Archivbild)
Bild: REUTERS
Aufschrei nach Floyds Tod
Die Bilder von Floyds qualvollem Tod lösten weltweit Proteste aus. In den USA kam es in Dutzenden Städten zu Demonstrationen – viele davon friedlich, manche begleitet von Ausschreitungen. George Floyds Gesicht wurde zum Symbol, sein Name zum Ruf nach Gerechtigkeit. "Wenn wir dich heute zur Ruhe legen, wird die Bewegung nicht ruhen", sagte Bürgerrechtler Al Sharpton bei der Trauerfeier in Houston.
Die Beisetzung am 9. Juni 2020 war ein Moment kollektiver Trauer. Tausende nahmen Abschied von Floyd in seiner Heimatstadt Houston. Sein Sarg, getragen in einer weißen Pferdekutsche, wurde neben dem Grab seiner Mutter beigesetzt. Auf der Bühne standen Bilder, die ihn mit Engelsflügeln zeigten – ein letzter Gruß an einen Mann, dessen Tod Millionen aufrüttelte.
Solidarität von Biden, Kritik gegen Trump
Politisch war die Reaktion vielfältig: Joe Biden, damals Präsidentschaftskandidat, traf Floyds Familie persönlich und rief zur Überwindung des Rassismus auf. In Städten wie Los Angeles und New York wurden Polizeibudgets gekürzt – erste Schritte, ausgelöst durch eine Tragödie, die nicht vergessen ist.
Gegen den damaligen US-Präsidenten Donald Trump wurde jedoch im Zuge der Proteste immer wieder Kritik laut, weil er sich nicht klar gegen Polizeigewalt positioniert habe. Floyds Nichte Brooke Williams sagte während der Trauerfeier: "Keine Hassverbrechen mehr, bitte. Jemand hat gesagt: 'Make America Great Again'. Aber wann war Amerika jemals großartig?" Eine Anspielung auf den zentralen Slogan des Republikaners.
Fünf Jahre später ist George Floyds Name noch immer Mahnung und Bewegung zugleich. Sein Tod hat nicht nur Gerechtigkeit eingefordert, sondern auch eine Debatte angestoßen – über Macht, Rassismus und das Recht auf Atem.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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