Fauxpas bei Konferenz

Falsche Afrika-Karte: US-Außenministerium mit peinlicher Panne

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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USA zeigen völlig falsche Afrika-Karte

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


"Bedauerlicher Fehler" – oder schlampige Respektlosigkeit? Das US-Außenministerium hat auf einer Konferenz eine haarsträubend falsche Karte des afrikanischen Kontinents präsentiert.

Dem US-Außenministerium ist bei der 26. Internationalen Aids-Konferenz in Rio de Janeiro ein peinlicher Fehler unterlaufen. Bei einem Vortrag präsentierte die Delegation des Ministeriums von Außenminister Marco Rubio eine Karte, welche die Lage mehrerer afrikanischer Staaten falsch wiedergibt.

Einen "bedauerlichen Fehler" nannte ein Sprecher des Ministeriums den Fauxpas auf Anfrage. Demnach seien die Präsentationsfolien "unmittelbar vor dem Vortrag auf der Aids-Konferenz 2026 eilig geändert" worden. Mit "Hilfe" von KI? Dies ließ der Sprecher offen. "Wir übernehmen die volle Verantwortung für die Verwirrung und die falschen Darstellungen, die dadurch bei den Teilnehmern, einschließlich unserer afrikanischen Partner, entstanden sind", so der Sprecher.

Gegenüber CNN erklärte der ehemalige Afrika-Experte des Außenministeriums und des Nationalen Sicherheitsrats (NSC), Cameron Hudson, der Fehler sei "ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man ein Drittel der Belegschaft des Außenministeriums entlässt". Mehrere Verwaltungsebenen seien von Donald Trumps Regierung abgebaut worden "und zu unerfahrene Mitarbeiter ohne ausreichende Aufsicht" würden dort arbeiten.

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Wo liegen nochmal Nigeria und Mosambik?

So verortet die seltsame Karte, von der Bilder auf Social Media kursieren, Nigeria beispielsweise deutlich nördlicher als das Land tatsächlich liegt. Seinen Meerzugang hat es auf der Grafik auch eingebüßt. Letzteres gilt auch für die Elfenbeinküste, welche die Karte an einer Stelle zeigt, an der eigentlich Tansania, Sambia sowie Malawi eingezeichnet sein sollten.

Auf der Konferenz in Rio de Janeiro präsentierte die US-Delegation diese Grafik.

Bild: via REUTERS


Dort, wo auf korrekten Karten Äthiopien liegt, wurde zudem Mosambik – eigentlich am Indischen Ozean gelegen – verzeichnet. Im Fall eines weiteren eingezeichneten Landes lässt die Grafik gleich zwei Lesarten zu, die nicht für den Ersteller respektive die Erstellerin sprechen: Entweder der Staat trägt hier keinen Namen oder es soll sich um Kamerun handeln – was ebenfalls falsch wäre.


Verwendete Quellen:

CNN: "State Department says it made 'an unfortunate error' when it mislabeled countries on map of Africa"

Nachrichtenagentur dpa

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