"Ich fürchte, er zieht durch"
Experte sieht "dramatische" Lage in der Ukraine - und warnt vor diesem Plan von Trump
Aktualisiert:
von Emre BölükbasiNach dem Wegfall von US-Hilfen droht die Lage im Krieg vielen Experten zufolge aus der Kontrolle Kiews zu geraten. (Symbolbild)
Bild: REUTERS
Kann sich die Ukraine noch ohne US-Hilfen erfolgreich gegen Russland verteidigen? Viele Beobachter sehen Kiew jetzt geschwächt - und der Sicherheitsexperte Joachim Weber erklärt, warum das so ist.
Das Wichtigste in Kürze
Die USA haben ihre Militärhilfe für Kiew vorerst gestoppt.
Trump will die Ukraine stattdessen zu Friedensgesprächen mit Russland zwingen.
Nach dem Wegfall der US-Unterstützung werden erhebliche Gefahren für die Ukraine befürchtet.
Nach dem vorläufigen Stopp der US-Militärhilfe für die Ukrainehat der Sicherheitsexperte Dr. Joachim Weber vor einer gefährlichen Lage in dem Kriegsland gewarnt. "Für die Ukraine ist das schon dramatisch", sagte er gegenüber :newstime mit Blick auf den umstrittenen Schritt der US-Administration unter Donald Trump.
Abwehr gegen Russland geschwächt?
Die Ukraine werde nach dieser Entscheidung "ihren Krieg nicht weiterführen können über einen mittelfristigen Zeitraum, wenn sie nicht aus den USA vor allen Dingen Nachschub bekommt". Kiew erhalte zwar auch Lieferungen von europäischen Staaten, doch die Hilfe der USA sei "in vielen Bereichen sehr entscheidend."
"Es sind vor allen Dingen Bereiche wie die Flugabwehr, wo es ganz kritisch aussieht für die Ukraine", erklärte Weber. Konkret brauche das Land etwa Nachschub für das Patriot-Flugabwehrsystem, um sich vor russischen Angriffen zu schützen.
Der Sicherheitsexperte attestierte Trump zudem ein großes Desinteresse an Europa. Die Entwicklungen in der Ukraine interessierten ihn schlicht nicht. Auf die Frage, wie ernst Versuche der USA seien, die Ukraine zu Friedensgesprächen mit Russland zu zwingen, antwortete er: "Er (Trump) macht ungeniert das, was er an Dingen sich in den Kopf gesetzt hat. Ich fürchte, er zieht durch und dann werden wir mit den Folgewirkungen leben müssen", sagte er besorgt.
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