US-Justizministerium
Epstein-Akten: Fast 50.000 Dokumente offline genommen
Veröffentlicht:
von Jacqueline Bittl:newstime
Clinton macht Aussage zu Trump und Epstein
Videoclip • 01:04 Min • Ab 12
Zehntausende Epstein-Dokumente sind plötzlich offline. Darunter offenbar auch sensible FBI-Vermerke. Die US-Regierung spricht von einer Überprüfung – Kritiker:innen vermuten mehr.
Wie Untersuchungen des "Wall Street Journal" (WSJ) und CBS News ergaben, hat das US-Justizministerium bis Ende Februar mehr als 47.000 Dateien aus den veröffentlichten Epstein-Akten vorübergehend von einer öffentlichen Plattform entfernt. Die Unterlagen stammen aus Ermittlungen gegen den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und sind nun teilweise nicht mehr abrufbar.
Eine Sprecherin des Justizministeriums erklärte gegenüber CBS News, es seien keine Dokumente gelöscht, sondern lediglich zur weiteren Prüfung offline genommen worden. Laut WSJ habe das Ministerium konkret von 47.635 Dateien gesprochen, die überprüft würden und bis Ende der Woche wieder online gehen sollten. Ziel sei es demnach, falsch gekennzeichnete oder schutzwürdige Inhalte zu identifizieren.
Auch in den News:
Tausende Epstein-Dokumente mit Bezug zu Donald Trump offline
Nach Angaben des WSJ betrifft die Sperrung auch FBI-Vermerke aus dem Jahr 2019, die Aussagen einer Frau dokumentieren sollen. Sie habe angegeben, in den 1980er-Jahren als Minderjährige von Epstein missbraucht worden zu sein und dabei auch Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegen den späteren US-Präsidenten Donald Trump erhoben.
Öffentlich zugänglich sind derzeit lediglich eine Zusammenfassung ihrer Aussagen sowie ein erstes Vernehmungsprotokoll. Drei weitere FBI-Berichte, in denen Trump ebenfalls erwähnt worden sein soll, fehlen aktuell. Eine konkrete Begründung dafür habe das Ministerium bislang nicht geliefert. Man prüfe laut Behörde, ob bestimmte Materialien unzulässig gekennzeichnet worden seien, und werde sie gegebenenfalls veröffentlichen.
In einer früheren Mitteilung habe das Justizministerium betont, die in den Akten enthaltenen Angaben seien nicht verifiziert. Vorwürfe gegen Trump, die kurz vor der Präsidentschaftswahl 2020 dem FBI vorgelegt wurden, seien nach Darstellung der Behörde "unbegründet und falsch". Hätten sie Substanz gehabt, wären sie laut Ministerium bereits politisch gegen ihn verwendet worden.
Transparenzgesetz, aber neue Zweifel
Grundlage der Veröffentlichung ist der "Epstein Files Transparency Act", der das Justizministerium verpflichtet, große Teile der Ermittlungsakten öffentlich zugänglich zu machen. Insgesamt geht es um mehr als drei Millionen Seiten. Nach Recherchen von CBS News wurden jedoch nicht nur Vernehmungsprotokolle, sondern auch Fotos aus Epsteins Gefängniszelle, Aufnahmen von Computern sowie weitere Beweisstücke offline genommen.
Das Ministerium verweise dabei auf den Schutz persönlicher Daten und der Opfer. Mehrere Abgeordnete äußerten jedoch Zweifel und kritisierten, einige Schwärzungen oder Sperrungen könnten eher dazu beitragen, einflussreiche Personen vor öffentlicher Aufmerksamkeit zu bewahren.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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