Von drei Drohnen angegriffen
Containerschiff vor Bulgarien versenkt: Wer steckt hinter dem Angriff?
Veröffentlicht:
von Valentin Kronberger:newstime
Bulgarien schlägt in der Ukraine-Politik einen neuen Kurs ein (15. Juli)
Videoclip • 01:08 Min • Ab 12
Ein Containerschiff wird vor Bulgarien im Schwarzen Meer von drei Seedrohnen versenkt – es ist nicht der erste Angriff auf Handelsschiffe in der Region. Hinter dem Angriff wird Russland vermutet.
Das Wichtigste in Kürze
Das Containerschiff "Contship Jet" wurde in der bulgarischen Wirtschaftszone versenkt.
Im Schwarzen Meer gab es bereits mehrere Angriffe auf Schiffe in Wirtschaftszonen von EU-Ländern.
Russland wird für den Angriff verantwortlich gemacht.
Ein Containerschiff ist im Schwarzen Meer vor Bulgarien versenkt worden – zuvor war es mit drei Seedrohnen angegriffen worden. Die bulgarische Schifffahrtsverwaltung bestätigte die Attacke auf den Frachter in der eigenen Wirtschaftszone.
Auch in den News:
Containerschiff mit Gefahrstoffen beladen
Ein Video auf der Plattform X soll laut "The Times of Israel" zeigen, wie das Handelsschiff nach dem Drohneneinschlag zur Seite kippte und zu sinken begann. Demnach hatte das Schiff zudem einige Container mit Lithium-Ionen-Batterien, brennbaren Flüssigkeiten, Gasen und anderen Gefahrstoffen geladen. Bulgarische Behörden hätten aber keine Verunreinigungen im Wasser festgestellt.
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Mehrere Angriffe auf Containerschiffe
In der Region kam es bereits häufiger zu Angriffen auf Containerschiffe. Es ist schon das dritte Handelsschiff, das vor Bulgarien versenkt wurde – insgesamt gab es fünf Angriffe in der bulgarischen Wirtschaftszone. Das Land ist Mitglied in der EU sowie der NATO. Auch das benachbarte Rumänien meldete Vorfälle mit Schiffen in seiner Wirtschaftszone.
Welcher Staat hinter dem Angriff stehen könnte, sagte die bulgarische Regierung bisher nicht. Die Seedrohnen seien aus östlicher Richtung gekommen, um den Frachter zu versenken, sagte der Chef von Bulgariens Verteidigung, Emil Eftimow. Das Militär habe im Voraus von dem Angriff gewusst und sei nicht überrascht gewesen.
Russland für Angriff beschuldigt
Einen klaren Schuldigen benannte hingegen die Bürgervereinigung BOEZ – und rief zum Protest vor der russischen Botschaft in Bulgariens Hauptstadt auf. "STOPP für die russische Aggression – (Botschafterin) Mitrofanowa raus!" lautet ihr Motto. "Wenn unsere Regierenden unfähig sind, müssen die Bürger unsere Heimat verteidigen!", heißt es auf der Webseite der Bürgervereinigung.
Auch der bulgarische Premierminister Rumen Radev habe laut dem US-Wirtschaftsmagazin "Fortune" diesen Monat die Vermutung geäußert, dass Russland hinter dem Angriff stecken könnte. Demnach würde die Logik in diese Richtung weisen, bewiesen werden könne es jedoch nicht.
Die 18-Mann-Crew des versenkten Containerschiffes "Contship Jet" wurde in der bulgarischen Küstenstadt Warna in Sicherheit gebracht. Der Frachter fuhr unter liberianischer Flagge aus dem israelischen Hafen Haifa nach Constanta in Rumänien.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
The Times of Israel: "ZIM vessel sinks in Black Sea after being hit by 3 suicide boat drones; no injuries"
Fortune: "'The logic points in that direction': Drones strike a container ship off Bulgaria as attacks on NATO’s Black flank pile up"
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