Neue Regeln ab 2030
EU-Verpackungsverordnung: Diese Portionspackungen verschwinden aus Restaurants
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von Benedikt Rammer:newstime
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Ketchup-Tütchen, Zuckertütchen und Kaffeesahne-Schälchen sollen in Restaurants künftig seltener werden. Ab 2030 verbietet eine EU-Regel bestimmte Einwegverpackungen aus Kunststoff – für Essen zum Mitnehmen gelten Ausnahmen.
Das Wichtigste in Kürze
Ab 2030 sollen Gastronomiebetriebe bei Verzehr vor Ort keine Einweg-Portionsverpackungen aus Kunststoff mehr ausgeben.
Für Mitnahme-Essen sowie aus hygienischen Gründen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten Ausnahmen.
Als Ersatz kommen unter anderem wiederbefüllbare Spender, Glasschälchen oder Kännchen infrage.
Ketchup zum Pommes-Teller, Sojasoße zum Sushi oder Kaffeesahne zum Kaffee: In der Gastronomie werden viele Lebensmittel in kleinen Einwegportionen gereicht. Das soll sich ändern. Die EU-Verpackungsverordnung sieht vor, den Verbrauch von Kunststoffverpackungen zu verringern. Besonders im Blick sind kleine Päckchen und Schälchen, die nur für eine einzelne Mahlzeit gedacht sind.
Ab 2030 dürfen Restaurants und andere Gastronomiebetriebe solche Einwegverpackungen aus Kunststoff nicht mehr ausgeben, wenn Gäste vor Ort essen. Das betrifft zum Beispiel Ketchup, Mayonnaise, Senf, Soßen und Gewürze. Auch einzeln verpackter Zucker und Kaffeesahne fallen darunter. Die Änderung gilt dem Bericht von "t-online" zufolge für den Verzehr im Restaurant und auf dessen Terrasse.
Was für Mitnahme-Essen gilt
Für Essen und Getränke zum Mitnehmen gibt es eine Ausnahme. Bei Bestellungen am Drive-in oder bei einem Kaffee zum Mitnehmen dürfen Einzelportionen weiterhin angeboten werden. Auch Dressings für Salate aus dem Supermarkt oder von der Tankstelle können demnach in kleinen Beuteln enthalten sein. Entscheidend ist, dass die Speisen nicht im Restaurant verzehrt werden.
Ausnahmen gelten außerdem für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, wenn Portionsverpackungen aus hygienischen Gründen notwendig sind. Für Gäste bedeutet das: Nicht jede kleine Verpackung verschwindet überall. Sichtbar dürfte die Umstellung vor allem dort werden, wo Menschen im Restaurant oder Hotel essen und trinken.
Auch in den News:
Spender und kleine Schälchen als Ersatz
Wie die Alternativen aussehen könnten, beschreibt Natalie Brandenburg, Geschäftsführerin beim Deutschen Verpackungsinstitut e. V., im Gespräch mit "t-online": "Die Verbraucher werden ab 2030 hauptsächlich Umstellungen in Hotels und in Restaurants erleben." Die Betreiber würden dann andere Lösungen finden, sagt Brandenburg. "Die Betreiber werden dann sicher andere Möglichkeiten finden."
Denkbar sind laut Brandenburg wiederbefüllbare Spender für Ketchup, Senf oder Mayonnaise. Auch kleine Schälchen aus Glas oder Waffelteig könnten die Portionspackungen ersetzen. Kaffeesahne ließe sich in einem Kännchen servieren. Welche Variante ein Betrieb nutzt, bleibt ihm überlassen.
Weniger Verpackungsmüll als Ziel
Hintergrund der Regelung ist die große Menge an Verpackungsmüll. Viele Einwegverpackungen werden nur kurz genutzt und lassen sich laut "t-online" nur schwer recyceln. Die EU will mit den neuen Vorgaben den Kunststoffverbrauch in der Gastronomie senken.
Bis zum Start im Jahr 2030 bleibt den Betrieben Zeit, ihre Abläufe anzupassen. Für Verbraucher:innen dürfte die Veränderung vor allem bei der Bestellung vor Ort auffallen: Das gewohnte Ketchup-Tütchen oder das kleine Zuckertütchen könnte dann durch einen Spender oder eine wiederverwendbare beziehungsweise andere geeignete Schale ersetzt werden. Für Mitnahme-Angebote und bestimmte Einrichtungen gelten weiterhin Ausnahmen.
Verwendete Quellen:
t-online: "EU verbietet Ketchuptütchen im Restaurant"
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