USA
Abgeschwächter US-Migrationskurs: Trump rudert zurück
Aktualisiert:
von Kira BornUS-Präsident Donald Trump während des Kongress-Picknicks auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington.
Bild: Alex Brandon/AP/dpa
Medienberichten zufolge soll US-Präsident Trump seinen harten Migrationskurs infolge der anhaltenden Proteste nun doch anpassen, so Insider.
Nach tagelangen Demonstrationen gegen seine Migrationspolitik und ungewöhnlich selbstkritischen Worten schwächt US-Präsident Donald Trump einem Medienbericht zufolge seinen strikten Abschiebekurs ab. Trumps Regierung habe ihren Schwerpunkt in der Kampagne für Massenabschiebungen abrupt verlagert, schreibt die "New York Times" unter Berufung auf namentlich ungenannte US-Beamte und eine interne E-Mail.
Beamte der Einwanderungsbehörde ICE seien angewiesen worden, Razzien und Festnahmen in Landwirtschaftsbetrieben, Hotels und Restaurants weitgehend auszusetzen. Das Heimatschutzministerium bestätigte die neue Anweisung.
Ermittlungen im Zusammenhang mit Menschenhandel, Geldwäsche und Drogenschmuggel in den genannten Branchen seien weiterhin "in Ordnung", heißt es laut der Zeitung in dem Schreiben. "Nicht kriminelle Begleitpersonen" sollen demnach aber von Festnahmen verschont bleiben. Die Mail stammt laut "New York Times" vom leitenden ICE-Beamten Tatum King und ging an die regionalen Stellen der Einwanderungsbehörde.
Trump hatte bereits Kurswechsel in Einwanderungspolitik angedeutet
In der Millionenmetropole Los Angeles - wo besonders viele Menschen ohne Papiere leben - laufen seit rund einer Woche Proteste gegen Trumps scharfen Migrationskurs und gegen Sicherheitskräfte der Einwanderungsbehörde, die Migrant:innen ohne gültigen Aufenthaltsstatus festnahmen, um sie abzuschieben.
Höchst umstritten ist Trumps Anordnung, Tausende Soldaten der Nationalgarde zu mobilisieren und Hunderte Marineinfanteristen nach Kalifornien zu entsenden. Der Republikaner hatte im Wahlkampf das größte Abschiebeprogramm in der amerikanischen Geschichte versprochen.
Am Donnerstag (12. Juni) schlug der Präsident dann überraschend selbstkritische Worte an. "Unsere großartigen Landwirte und Menschen im Hotel- und Freizeitsektor haben erklärt, dass unsere sehr aggressive Einwanderungspolitik ihnen sehr gute, langjährige Arbeitskräfte wegnimmt", schrieb Trump auf der Online-Plattform Truth Social.
Trump rudert bei Migrationspolitik zurück.
Bild: Truth Social/ @realDonaldTrump
Sie seien keine Bürger, hätten sich aber als "großartig" erwiesen, führte er vor Journalist:innen aus. Man könne den Landwirten nicht deren Arbeitskräfte nehmen und sie zurückschicken, nur weil ihnen etwas fehle, was sie möglicherweise haben sollten - sprich: ihre Papiere.
US-Ministerium bestätigt neue Trump-Richtlinie
Eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums, Tricia McLaughlin, bestätigte die Recherche der "New York Times". "Wir werden der Anweisung des Präsidenten folgen und weiter daran arbeiten, die schlimmsten der schlimmsten kriminellen Ausländer von Amerikas Straßen zu entfernen", sagte sie der New Yorker Zeitung.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Mehr News

Über 200 Einsatzkräfte
Großeinsatz in Euskirchen: Polizei durchsucht JVA

Möglicher Antriebsfehler
Mercedes: Rückruf tausender Topmodelle in Deutschland

Steigerung um über 4 Prozent
Rentenplus 2026: Wer wirklich mehr Geld bekommen wird

Gemischte Bilanz
Ein Jahr Merz-Regierung: Wiederholt sich die Ampel-Saga?

Deutsches Traditionsunternehmen
Wolfgang Grupp und die Trigema-Familie

Nutzfahrzeughersteller
Daimler Truck muss Gewinneinbruch von 80 Prozent hinnehmen

Zwei-Klassen-Altersvorsorge
Pensionen: Warum Beamte deutlich mehr bekommen als Rentner

Dauerhaft im Speicher
Massive Sicherheitslücke in Microsoft Edge aufgedeckt

Kraftstoff für Muskeln und Gehirn
Kreatin im Check: Wie sinnvoll ist das Hype-Supplement wirklich?



