Eskalation trotz Waffenruhe
50 Angriffe in 24 Stunden: Waffenruhe wankt
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von dpa:newstime
Trump: Waffenruhe im Libanon verlängert
Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Trotz offizieller Waffenruhe eskaliert die Lage im Süden des Libanon erneut: Luftangriffe, Raketenbeschuss und steigende Opferzahlen zeigen, wie fragil die Situation ist – während die USA auf neue Gespräche drängen.
Das Wichtigste in Kürze
Bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon wurden laut libanesischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet, darunter Insassen eines angegriffenen Autos nahe Nabatieh.
Israels Militär meldet rund 50 Angriffe innerhalb von 24 Stunden und spricht von zerstörter "Terror-Infrastruktur", während die Hisbollah weiter Raketen und Drohnen einsetzt.
Die USA fordern angesichts der brüchigen Waffenruhe direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Bei neuen israelischen Luftangriffen im Südlibanon sind nach libanesischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Eine Drohne habe ein Auto angegriffen, das in der Nähe der Stadt Nabatieh unterwegs gewesen sei, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Dabei seien zwei Insassen getötet worden. Bei einem Angriff auf ein Haus in Iklim al-Tuffah seien am frühen Morgen drei weitere Menschen ums Leben gekommen. Der Ort gilt als Hochburg der mit Israel verfeindeten proiranischen Hisbollah-Miliz.
Israels Armee meldet etwa 50 Angriffe in 24 Stunden
Die israelische Armee teilte in einem Post auf der Plattform X mit, binnen 24 Stunden sei es zu rund 50 Angriffen im Südlibanon gekommen. Das Militär zerstöre weiterhin "Terror-Infrastruktur" in dem nördlichen Nachbarland und töte dort Terroristen, hieß es in dem Post. Es handele sich unter anderem um Gebäude, die Mitglieder der libanesischen Hisbollah-Miliz für Angriffe auf Soldaten genutzt hätten. Im Südlibanon seien israelische Soldaten von der Hisbollah mit mehreren Raketen angegriffen worden. Es kommt auch immer wieder zu Drohnenangriffen der Hisbollah auf Orte im Norden Israels.
Fragile Waffenruhe und erneute Eskalation
Offiziell gilt im Krieg zwischen der Hisbollah und Israel eine Waffenruhe. Faktisch kommt es aber täglich zu Angriffen beider Seiten. Seit Anfang März war es im Zuge des Iran-Kriegs erneut zu einer schweren Eskalation zwischen der Hisbollah und dem israelischen Militär gekommen. Nach neuem Raketenbeschuss aus dem Libanon reagierte Israel mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive im Südlibanon. Dabei kam es auch zu heftigen Kämpfen im Grenzgebiet.
Mehr als 2.600 Menschen wurden nach libanesischen Angaben seit Anfang März getötet und mehr als eine Million vertrieben. Der Libanon selbst ist offiziell keine Konfliktpartei.
USA dringen auf neue direkte Gespräche
Die USA dringen angesichts der brüchigen Waffenruhe auf direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon auf höchster Ebene. Die Waffenruhe hatte US-Präsident Donald Trump Mitte April nach Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun verkündet.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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