Kurz hintereinander

Zwei Erdbeben erschüttern Nordostitalien – keine Verletzten

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von Max Strumberger

Die Kleinstadt Russi wurde am Dienstagmorgen von einem Erdbeben erschüttert.

Bild: IMAGO/Depositphotos


Eine kurze, aber deutlich spürbare Erdbebenserie hat am Dienstag die Provinz Ravenna durchgerüttelt. Zwei Beben mit Magnituden von 4,3 und 4,1 sorgten für Panik, viele Menschen verließen fluchtartig Gebäude.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Nordosten Italiens hat eine kurze Erdbebenserie die Provinz Ravenna in Aufruhr versetzt.

  • Zwei Beben der Magnitude 4,3 und 4,1 trieben Menschen aus Häusern, Schulen und Büros auf die Straße.

  • Verletzte oder größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.

Im Nordosten Italiens hat am Dienstagmorgen eine kurze Erdbebenserie die Provinz Ravenna in Alarmbereitschaft versetzt. Zwei spürbare Erdstöße mit Magnituden von 4,3 und 4,1 ließen Einwohner:innen aus Häusern, Schulen und Büros ins Freie fliehen. Nach ersten Angaben blieben Verletzte und größere Schäden jedoch aus. Das erste Beben ereignete sich nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) um 9.27 Uhr Ortszeit.

Es erreichte eine Stärke von 4,3 und hatte sein Epizentrum in der Nähe der Kleinstadt Russi in rund 23 Kilometern Tiefe. Nur zwei Minuten später folgte ein zweiter Erdstoß der Magnitude 4,1, dessen Epizentrum bei Faenza lag – nur wenige Kilometer vom ersten entfernt. Die Erschütterungen waren in weiten Teilen der Region Romagna zu spüren.

Keine Berichte über Verletzte

Anwohner:innen berichteten von deutlich vibrierenden Möbeln und klappernden Fenstern. Viele Menschen verließen aus Angst vor weiteren Beben vorsorglich ihre Wohnungen und sammelten sich auf Straßen, Plätzen und Schulhöfen. Unterricht und Arbeitsabläufe wurden mancherorts vorübergehend unterbrochen. Die örtlichen Behörden und der Zivilschutz gaben rasch Entwarnung: Bislang liegen keine Meldungen über Verletzte oder strukturelle Schäden an Gebäuden vor.


Bahnverkehr wurde unterbrochen

Feuerwehr und Techniker führten Sichtkontrollen an besonders sensiblen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern und öffentlichen Gebäuden durch, um mögliche Risse oder andere Schäden auszuschließen. Aus Vorsichtsgründen wurde der Bahnverkehr in Teilen der Region zeitweise gestoppt. Züge blieben stehen, während Fachleute Gleisanlagen, Brücken und Infrastruktur überprüften. Erst nach Abschluss der Sicherheitskontrollen sollte der Verkehr schrittweise wieder anlaufen. Die Behörden kündigten an, die Lage weiter genau zu beobachten und die seismische Aktivität in der Region engmaschig zu überwachen.

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