French Open in Paris
Zverev holt in Paris seinen ersten Grand-Slam-Titel
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Gelungener WM-Test: 2:1-Sieg gegen USA
Videoclip • 01:38 Min • Ab 12
Alexander Zverev gewinnt in Paris endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel. Bei den French Open besiegt er Flavio Cobolli nach fünf Sätzen und trotzt körperlichen Problemen.
Das Wichtigste in Kürze
Alexander Zverev gewinnt die French Open in Paris und holt damit seinen ersten Grand-Slam-Titel nach einem Fünfsatzsieg gegen Flavio Cobolli.
Der 29-Jährige beendet sein Final-Trauma, besteht trotz körperlicher Probleme und ist der erste deutsche Grand-Slam-Sieger bei den Männern seit Boris Becker 1996.
Der Triumph ist auch emotional besonders, weil Zverev 2022 in Paris schwer verletzt ausgeschieden war und nun auf seinem Lieblingsbelag den größten Erfolg seiner Karriere feiert.
Alexander Zverev hat sich bei den French Open zum ersten Mal zum Grand-Slam-Sieger gekrönt. Der 29-Jährige gewann das Finale in Paris gegen den Italiener Flavio Cobolli nach 4:16 Stunden mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7, 6:1 und beendete damit seine lange Serie bitterer Niederlagen in großen Endspielen.
Nach dem verwandelten Matchball fiel Zverev erschöpft auf den Sand und weinte. Bei der Siegerehrung sagte er: "Jetzt ist es endlich ein Happy End." Er ergänzte: "Wir waren eine Zeit lang auch Verlierer in den entscheidenden Momenten, aber am Ende des Tages sind wir jetzt Grand-Slam-Champions." Die Aussagen fielen auf dem Court Philippe Chatrier, zitiert nach Deutschen Presseagentur (dpa).
Historischer Sieg für Zverev
Mit dem Erfolg schrieb Zverev auch Tennis-Geschichte. Vor ihm hatte in Paris seit Beginn der Profiära 1968 kein deutscher Tennisspieler bei den Männern den Titel gewonnen. Gleichzeitig ist er der erste deutsche Grand-Slam-Sieger bei den Männern seit Boris Becker 1996 bei den Australian Open.
Becker zeigte sich bei Eurosport begeistert. "Er hat das mehr als verdient", sagte der ehemalige Wimbledon-Champion laut dpa. "Das ist unglaublich, ich bin sehr stolz auf ihn." Für Zverev war es im 41. Anlauf bei einem Grand-Slam-Turnier der große Durchbruch. Dreimal hatte er zuvor ein Major-Finale verloren, diesmal hielt er dem Druck stand.
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Comeback nach Wacklern und Schmerzen
Dabei sah es nach dem starken ersten Satz zunächst nach einem klaren Abend aus. Zverev servierte stark, spielte präzise und nahm Cobolli gleich mehrfach den Aufschlag ab. Doch der Italiener steigerte sich im zweiten Satz deutlich, spielte mutiger und glich aus. Im dritten Durchgang fand Zverev wieder besser in die Partie und holte sich die Führung zurück.
Richtig dramatisch wurde es im vierten Satz. Zverev wirkte körperlich angeschlagen, bewegte sich schlechter und ließ sich in einer Pause an den Oberschenkeln behandeln. Cobolli nutzte das, gewann den Tiebreak und erzwang den fünften Satz. Dort aber zeigte Zverev große Nervenstärke. Obwohl er nicht mehr frisch wirkte, machte er die entscheidenden Punkte und nutzte die Fehler seines Gegners konsequent.
Dass Zverev den Titel ausgerechnet in Paris holte, gibt dem Erfolg eine besondere Note. 2022 hatte er sich dort im Halbfinale gegen Rafael Nadal schwer verletzt und den Platz im Rollstuhl verlassen. Vier Jahre später stemmte er nun den Coupe des Mousquetaires in die Höhe. Aus dem oft als "Unvollendeten" bezeichneten Profi ist damit endlich ein Grand-Slam-Champion geworden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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