Vorläufige Untersuchungsergebnisse
Zugunglück in Spanien: Experten geben Details zur möglichen Ursache bekannt
Veröffentlicht:
von Jana Wejkum:newstime
Zugunglück: Suche in den Trümmern (20. Januar)
Videoclip • 01:20 Min • Ab 12
Untersuchungen der Schienen am Unglücksort nahe Adamuz haben zu ersten Ergebnissen geführt. Noch sind andere Hypothesen nicht ganz aus dem Spiel.
Nach dem tödlichen Zugunglück in Südspanien hat eine offizielle Kommission eine mögliche Unfallursache ermittelt. Untersuchungen am Unfallort nahe Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba deuten auf einen Bruch der Schiene hin.
In einem vorläufigen Bericht heißt es, es seien Kerben an den Laufflächen der Räder des verunglückten Iryo-Zuges festgestellt worden. Sie legen gemeinsam mit der Verformung der Schienen nahe, dass eine Schiene bereits gebrochen gewesen sei, bevor der Zug darüberfuhr. Andere Züge, die kurz zuvor dort entlanggefahren sind, weisen ähnliche Kerben an ihren Rädern auf.
Kollision mit mehr als 200 Kilometern pro Stunde
Am 18. Januar waren die letzten Wagen eines Iryo-Zuges entgleist und auf das Nebengleis geraten. Ein entgegenkommender Renfe-Zug kollidierte mit ihnen und wurde bei einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde aus dem Gleis geschleudert. Zwei Waggons stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinab und wurden fast vollständig zerstört.
Ein Großteil der 45 Verstorbenen befand sich in diesen Waggons. Mehr als 120 Menschen wurden teils schwer verletzt. Unter den Opfern ist auch eine Deutsche.
Laboruntersuchung soll für Klarheit sorgen
Proben der Schienen werden nun in einem metallografischen Labor untersucht. So sollen die Ursachen für den Bruch ermittelt werden. Die Kommission betonte, dass sie weiterhin auch andere Hypothesen zur Unfallursache in Betracht zieht.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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