Winterzeit rückt näher
Zeitumstellung: Wann endet die Sommerzeit?
Veröffentlicht:
von Joachim Vonderthann:newstime
Wann ist die Zeitumstellung 2026?
Videoclip • 01:24 Min • Ab 12
Ende Oktober endet die Sommerzeit, dann gilt wieder die Winterzeit. Die Umstellung schenkt zwar eine Stunde Schlaf, kann aber auch Probleme mit sich bringen. Was man zur Zeitumstellung wissen muss.
Das Wichtigste in Kürze
In der Nacht zum 25. Oktober 2026 werden die Uhren erneut umgestellt.
Mit der Umstellung beginnt wieder die Mitteleuropäische Zeit, die umgangssprachlich Winterzeit genannt wird.
Manche Menschen kann die Umstellung belasten.
Die Sommerzeit endet in Deutschland am letzten Oktoberwochenende. In der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026, werden die Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist damit eine Stunde länger und hat 25 statt 24 Stunden.
Mit der Umstellung endet die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Es gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Umgangssprachlich wird sie meist Winterzeit genannt, offiziell heißt sie jedoch Normalzeit.
Die Folge im Alltag: Morgens wird es früher hell. Dafür setzt die Dunkelheit am Abend früher ein.
Auch in den News:
Die Sommerzeit endet, die Winterzeit kommt
Viele Menschen sind bei der Zeitumstellung unsicher, in welche Richtung die Uhr gedreht werden muss. Zwei bekannte Eselsbrücken können helfen, wie web.de berichtet:
Gartenmöbel-Regel: Im Frühjahr kommen die Stühle vor das Haus, im Herbst gehen sie zurück in den Schuppen. Thermometer-Regel: Im Frühjahr geht es ins Plus, im Herbst ins Minus.
Im Frühjahr war die Uhr bereits am 29. März 2026 um eine Stunde vorgestellt worden – von 2 Uhr auf 3 Uhr.
Die meisten Uhren stellen sich selbst um
Viele Menschen müssen die Zeitumstellung nicht mehr selbst vornehmen. Funkuhren, Smartphones und zahlreiche digitale Geräte übernehmen die Anpassung automatisch.
Die gesetzliche Zeit in Deutschland wird vom Fachbereich Zeit und Frequenz der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig überwacht. Fachbereichsleiter Ekkehard Peik erklärte laut web.de bei ARD Alpha: "Wir geben offiziell für Deutschland an, wie spät es ist."
Die Zeit wird der PTB zufolge unter anderem über den Langwellensender DCF77, das Internet, Telefonzeitdienste und Satellitenverbindungen weitergegeben. Dadurch stellen sich rund 100 Millionen Uhren automatisch um – vom Wecker über Bahnhofsuhren bis hin zu Ampelanlagen und Kraftwerken.
Umstellung kann den Körper belasten
Nicht alle Menschen kommen problemlos mit der veränderten Zeit zurecht. Die Umstellung kann dem Bericht zufolge eine Art Mini-Jetlag auslösen. Mögliche Folgen sind Müdigkeit, Einschlafprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten.
Auch t-online weist darauf hin, dass manche Menschen Beschwerden durch die Umstellung haben. Die Normalzeit gilt laut Schlafforscher:innen als die günstigere Variante für den Biorhythmus, weil sie näher an der inneren Uhr liegt.
Abschaffung der Zeitumstellung weiter offen
Ursprünglich war die Zeitumstellung eingeführt worden, um Energie zu sparen. Nach der Ölkrise 1973 startete die Bundesrepublik am 6. April 1980 mit der Sommerzeit. Seit 1996 stellen alle EU-Staaten in derselben Nacht um.
Eine Abschaffung wird seit Jahren diskutiert. Im März 2019 stimmte das EU-Parlament mehrheitlich dafür. Zuvor hatten sich bei einer nicht repräsentativen Online-Befragung 84 Prozent der Teilnehmenden gegen die Umstellung ausgesprochen. Allerdings beteiligten sich nur 4,6 Millionen Menschen, darunter rund drei Millionen aus Deutschland.
Die Entscheidung wurde bislang auf unbestimmte Zeit verschoben. Hintergrund ist die Sorge, dass sich in Europa unterschiedliche Zeitzonen entwickeln könnten, wenn einzelne Staaten dauerhaft bei Sommerzeit und andere bei Normalzeit bleiben.
Verwendete Quellen:
web.de: "Zeitumstellung auf Winterzeit: Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt?"
t-online: "Winterzeit: Wann die Uhren umgestellt werden"
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