Kam nicht in der Schule an
Suche nach vermisstem Noah aus Frankfurt: Polizei vermutet Achtjährigen bei Mutter
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Suche nach vermisstem Achtjährigen geht weiter
Videoclip • 01:07 Min • Ab 12
In Frankfurt am Main läuft die Suche nach einem verschwundenen Jungen auf Hochtouren. Seit Mittwoch wird Noah vermisst, im familiären Umfeld werden die Ermittlungen intensiviert.
Das Wichtigste in Kürze
Die Polizei vermutet den verschwundenen achtjährigen Noah bei seiner Mutter, Polizeiangaben zufolge ist sie nicht sorgeberechtigt.
Am Donnerstag (15. Januar) setzten die Beamt:innen einen Hubschrauber ein, auch ein Spürhund sowie die Wasserpolizei rund um den Main waren im Einsatz.
Am Mittwochmorgen (14. Januar) wurde der Junge von einem Fahrdienst an seiner Schule im Frankfurter Bahnhofsviertel abgesetzt, doch sei dort nicht erschienen.
Der vermisste achtjährige Noah aus Frankfurt am Main wird laut Polizeiangaben nach aktuellem Ermittlungsstand bei seiner Mutter vermutet. Noahs Mutter sei nicht sorgeberechtigt. Der Aufenthaltsort der beiden ist laut Polizeiangaben unklar. Im Rhein-Main-Gebiet liege jedoch der Fokus der Ermittlungen.
Die Ermittlungen im familiären Umfeld des Jungen würden intensiviert, hatte die Polizei früher am Freitag (16. Januar) mitgeteilt. Als Grund nannte man diverse Hinweise. Es werde alles abgeprüft, was die Familie betreffe. Weitere Auskünfte hatte der Sprecher dazu zunächst nicht gegeben.
Zuletzt nicht bei Familie gelebt
Der Achtjährige hat zuletzt nicht bei seiner Familie gelebt. Im Herbst 2025 habe die Stadt Frankfurt den Jungen auf richterlichen Beschluss hin in Obhut genommen, erklärte ein Sprecher des Sozialdezernats auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Aktuell stehe man mit den Behörden in engem Kontakt, die Ermittlungen würden vollumfänglich unterstützt.
Bei einer Inobhutnahme handelt es sich um eine vorübergehende Unterbringung in einem Heim oder in einer Pflegefamilie. Die Anordnung durch das Jugendamt dient der Sicherstellung des Kindeswohls.
Neues Foto – Polizei bittet erneut um Hinweise
"Im Zuge der Ermittlungen konnte ein Bild des vermissten Kindes gesichert werden, das mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Verschwinden aufgenommen wurde", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.
Die Frankfurter Polizei bittet erneut um Mithilfe: Gibt es Personen, die den 8-jährigen Noah in Begleitung einer Frau gesehen haben?
Hinweise aus der Bevölkerung zum Aufenthaltsort von Noah nimmt die Polizei unter der Rufnummer 069 755 51199 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegen.
Die Polizei vermutet, das Bild wurde wohl nach Verschwinden des Jungen aufgenommen.
Bild: Polizeipräsidium Frankfurt am Main
"Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren"
"Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren. Ich hoffe, wir bekommen Licht ins Dunkel und es geht heute noch voran", sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen.
Bereits am Donnerstag (15. Januar) war die Suche ausgeweitet worden: So setzten die Beamt:innen einen Polizeihubschrauber ein und durchsuchten erneut die Schule des Jungen, der vor Ort mit Pudelmütze und Ranzen abgesetzt worden war. Auch der Einsatz eines eingesetzten Spürhunds brachte keinen Erfolg.
Die Polizei nahm am Donnerstag das gesamte Stadtgebiet unter die Lupe. Einem Sprecher zufolge wurden alle Streifen eingebunden. Polizist:innen waren nach Informationen dpa nicht nur an der Schule, sondern auch im Bahnhofsviertel unterwegs.
Am Mittwoch an Schule abgesetzt
Polizeiangaben zufolge war Noah am Mittwochmorgen (14. Januar) von einem Fahrdienst an der Weißfrauenschule im Frankfurter Bahnhofsviertel abgesetzt worden. Das Kind "suchte die Schule im Anschluss jedoch nicht auf". In der Nähe der Bildungseinrichtung wurde am Donnerstagmorgen ein Schulranzen gefunden. Ein Polizeisprecher sagte, dieser sei mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Jungen zuzuordnen.
Immer mehr Hinweise aus der Bevölkerung
Weiterhin würden Hinweise, Fotos und Videos der Bevölkerung ausgewertet und das Umfeld des vermissten Jungen, also auch sein Bekanntenkreis, ausgeleuchtet. Mögliche Zeug:innen in umliegenden Geschäften würden befragt und Videoaufnahmen ausgewertet. "Es hängen ja überall Kameras", sagte ein Polizeisprecher. Es gebe aber auch fragwürdige Hinweise, etwa von Bürger:innen, "die sich als Medium empfinden".
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