Prozess
"Wir gehen zu deiner Mama": Christina Block von Tonaufnahme der Entführung erschüttert
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von dpaLaut ihrem Verteidiger sei Christina Block durch die Audioaufnahme von der Entführung der Block-Kinder erschüttert worden.
Bild: Marcus Brandt/Pool dpa/dpa
Weil der Sohn einen Alarmknopf gedrückt hatte, wurde die Entführung der Block-Kinder als Audiodatei mitgeschnitten. Was in der Aufnahme zu hören war und wie Christina Block darauf reagiert hat.
Im Prozess um die Entführung zweier Block-Kinder hat das Landgericht Hamburg Aufzeichnungen eines Alarmknopfes abgespielt. Diesen trug der Sohn von Christina Block bei der Entführung und hatte ihn aktiviert. Die neun Audiodateien mit einer Gesamtlänge von gut einer halben Stunde gaben die Geräusche von eiligen Schritten, schwerem Atmen, unterdrückten Schreien oder Wimmern eines Kindes und Männerstimmen wider.
Die Männer sprechen meist in einer fremden Sprache. Einmal ist zu hören, wie einer von ihnen sagt: "Back home to mama." Jemand sagt später auf Deutsch mit Akzent: "Wir gehen zu deiner Mama." Im Hintergrund sind mehrfach Knallgeräusche zu hören.
Während des Feuerwerks in der Silvesternacht 2023/24 hatten laut Anklage Mitarbeiter einer israelischen Sicherheitsfirma den Vater in der Nähe seines Hauses in Süddänemark überwältigt und waren mit dem damals zehnjährigen Sohn und der 13 Jahre alten Tochter bis kurz vor die dänisch-deutsche Grenze gefahren.
"Das sind erschütternde Aufnahmen"
Dann gingen sie zu Fuß durch einen Wald auf die deutsche Seite. Einer der sieben Angeklagten, ein in Untersuchungshaft sitzender Israeli (36), hat das Tatgeschehen umfangreich gestanden.
Block und ihr Ex-Mann Stephan Hensel hörten die Aufnahmen mit offensichtlich großer Betroffenheit. "Das sind erschütternde Aufnahmen", sagte Blocks Verteidiger Ingo Bott. Er nehme seine Mandantin auch sehr erschüttert wahr. Keine Mutter würde so etwas für ihre Kinder wollen.
Die Unternehmerin Block ist gemeinsam mit sechs weiteren Beschuldigten wegen Kindesentziehung angeklagt. Sie soll während eines jahrelangen Sorgerechtsstreits den Auftrag erteilt haben, zwei ihrer vier Kinder aus der Obhut ihres Ex-Manns in Dänemark zu entführen. Die 52-Jährige bestreitet das.
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