Ende Oktober
Winterzeit und innere Uhr: Warum viele nach der Umstellung müde sind
Aktualisiert:
von Joachim Vonderthann:newstime
Zeitumstellung: Warum gibt es sie noch?
Videoclip • 01:27 Min • Ab 12
In der Nacht zum 25. Oktober werden die Uhren zurückgestellt. Viele Menschen spüren die Veränderung: Müdigkeit, Schlafprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten sind typische Folgen. Wie man damit am besten klarkommt.
Das Wichtigste in Kürze
Ende Oktober gilt wieder die Winterzeit.
Nach der Zeitumstellung klagen viele Menschen über Müdigkeit, Schlafprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten.
Doch es gibt einige Möglichkeiten, um den Übergang besser zu meistern.
In der Nacht zum 25. Oktober 2026 endet die Sommerzeit. Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt. Das bedeutet zwar eine längere Nacht, kann den Alltag aber trotzdem durcheinanderbringen. Denn die innere Uhr muss sich erst an den neuen Takt anpassen.
Robert Göder , Oberarzt für Psychiatrie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, nennt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor allem Müdigkeit und Konzentrationsprobleme als typische Folgen. Noch belastender als die anstehende Zeitumstellung sei jene im Frühjahr, weil dabei eine Stunde Schlaf verloren gehe. "Weniger Schlaf aktiviert das Stresssystem", so Göder. Der zusätzliche Stress könne das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle leicht erhöhen. Im Klinikalltag sei dieser Anstieg jedoch kaum messbar.
Auch in den News:
Zeitumstellung: Viele Menschen haben Beschwerden
Wie unterschiedlich die Umstellung wirkt, zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit: 30 Prozent der Befragten gaben an, nach einer Zeitumstellung schon einmal Beschwerden gehabt zu haben. Unter den Betroffenen nannten 78 Prozent Müdigkeit und Schlappheit, 66 Prozent Einschlafprobleme oder Schlafstörungen und 44 Prozent Konzentrationsprobleme.
Frauen berichteten in der Krankenkassen-Umfrage mit 38 Prozent häufiger von Beschwerden als Männer mit 22 Prozent. Auch im Berufsalltag kann die Zeitumstellung Folgen haben: 18 Prozent der Erwerbstätigen erklärten, wegen der veränderten Uhrzeit schon einmal zu spät zur Arbeit gekommen zu sein.
Meist passt sich der Körper schnell an
Die gute Nachricht: Die meisten Menschen kommen mit der Umstellung gut zurecht. "Nach drei oder vier Tagen hat sich der Körper angepasst", sagt Göder der dpa. Die DAK weist allerdings darauf hin, dass die Anpassung individuell unterschiedlich sein kann: Manche Menschen finden schon nach ein bis zwei Tagen in ihren Rhythmus zurück, andere brauchen bis zu zwei Wochen.
Für den Biorhythmus hält Göder eine dauerhafte Winterzeit beziehungsweise Normalzeit für günstiger. Sie entspreche dem natürlichen Rhythmus des Menschen "am besten". Doch auf eine baldige Abschaffung der Zeitumstellung sollte man eher nicht setzen.. Sie wird zwar seit Jahren diskutiert, aber bislang konnten sich die europäischen Staaten nicht auf eine gemeinsame Linie einigen.
So kannst du den Übergang erleichtern
Die DAK empfiehlt, den Schlafrhythmus schon einige Tage vorher schrittweise anzupassen. Hilfreich sei außerdem, möglichst viel Tageslicht zu bekommen – etwa durch Spaziergänge oder andere Aktivitäten draußen. Auch regelmäßige Schlafenszeiten können helfen. Schwere Mahlzeiten kurz vor dem Zubettgehen sollten möglichst vermieden werden.
Verwendete Quellen:
DAK: "Die Zeitumstellung und der Einfluss auf unsere Gesundheit"
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

:newstime-Interview
KI-Katastrophe im Anmarsch? Professorin warnt vor "Armee aus Gedanken"

Schwester von König Harald
Prinzessin Astrid von Norwegen: Hof verkündet Tag der Beisetzung

Verbraucher
Glasreiniger bei Öko-Test: Günstige Marken – saubere Fenster!

Warnung vor Chemikalien
Stilles Mineralwasser bei Öko-Test: Sechs Produkte fallen durch

Iran-Konflikt
Bahrain: Drohnenangriff auf AWS-Rechenzentren vernichtet Daten

Unfall am Matterhorn?
Bergläuferin Kalie McCrystal weiter verschollen: Familie nimmt bereits Abschied




