Reisewarnungen

West-Nil-Virus in Südeuropa: Darauf sollten Urlauber jetzt achten

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Studie: West-Nil-Virus in Berlin etabliert

Videoclip • 01:36 Min • Ab 12


In mehreren Urlaubsländern in Südeuropa steigen die gemeldeten Fälle des West-Nil-Fiebers. Das Auswärtige Amt und die WHO rufen Reisende deshalb zu besonderer Vorsicht und konsequentem Mückenschutz auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Italien, Griechenland, Rumänien und Nordmazedonien wurden zuletzt neue Fälle des West-Nil-Fiebers gemeldet.

  • Das Auswärtige Amt rät Urlauber:innen zu konsequentem Schutz durch Insektenspray und körperbedeckende Kleidung.

  • Schwere Verläufe sind selten, betreffen aber vor allem ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Das West-Nil-Virus sorgt in mehreren beliebten Reiseländern für wachsende Aufmerksamkeit. Vor allem in Italien, Griechenland, Rumänien und Nordmazedonien wurden zuletzt neue Infektionen gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt deshalb vor steigenden Fallzahlen in Südeuropa.

Auch das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise verschärft und ruft Urlauber:innen dazu auf, sich besonders gut vor Mückenstichen zu schützen. Für Italien und Griechenland weist die Behörde auf saisonale Ausbrüche in den Sommermonaten hin. Reisende sollten sich laut Auswärtigem Amt "insbesondere tagsüber und in der Dämmerung vor Mückenstichen schützen". Empfohlen werden dabei "körperbedeckende Kleidung" und Insektenschutzmittel.

Fallzahlen in mehreren Ländern gestiegen

Nach Angaben der WHO hat Italien bisher 21 Fälle von West-Nil-Fieber in 17 Regionen gemeldet. In Griechenland wurden seit Jahresbeginn ebenfalls 21 Erkrankungen registriert. Allein 14 davon kamen in der vergangenen Woche hinzu. Auch aus Rumänien und Nordmazedonien wurden bereits erste Infektionen bekannt.

Die Entwicklung kommt mitten in der Hauptreisezeit. Gerade deshalb gewinnt das Thema für viele Urlauber:innen an Bedeutung. Besonders in den warmen Monaten zwischen Juli und September ist das Risiko höher, weil dann viele Stechmücken aktiv sind und das Virus häufiger übertragen werden kann.

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So wird das Virus übertragen

Das West-Nil-Virus zirkuliert nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vor allem zwischen Vögeln und Stechmücken. Menschen stecken sich in der Regel durch den Stich einer infizierten Mücke an. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch spielt im normalen Reisealltag keine Rolle.

In den meisten Fällen bleibt eine Infektion unbemerkt. Das RKI erklärt, dass etwa jede fünfte infizierte Person grippeähnliche Beschwerden entwickelt. Dazu können Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder allgemeines Unwohlsein gehören. Gefährlich wird das Virus vor allem dann, wenn es das Nervensystem angreift.

Schwere Verläufe in seltenen Fällen möglich

Nach Angaben des Auswärtigen Amts verläuft die Infektion in Nordmazedonien zwar "überwiegend klinisch unauffällig". In seltenen Fällen könnten jedoch "schwere neurologische Symptome auftreten". Dazu zählen unter anderem Entzündungen des Gehirns oder der Hirnhäute. Solche schweren Verläufe sind selten, gelten aber als medizinisch ernst.

Besonders gefährdet sind laut RKI ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Für diese Gruppen ist ein konsequenter Schutz vor Mückenstichen besonders wichtig. Einen Impfstoff oder eine gezielte Therapie gegen das West-Nil-Fieber gibt es bislang nicht. Deshalb kommt der Vorbeugung eine zentrale Rolle zu.

Was Urlauber:innen jetzt tun sollten

Wer in den kommenden Wochen nach Südeuropa reist, sollte einfache Schutzmaßnahmen ernst nehmen. Dazu gehören lange, helle und möglichst den Körper bedeckende Kleidung sowie Mückenschutzmittel auf unbedeckter Haut. Auch Mückengitter oder Aufenthalte in gut geschützten Innenräumen können helfen.


Verwendete Quellen:

RKI: West-Nil-Fieber im Überblick

Auswärtiges Amt

Nachrichtenagentur dpa

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